S 287 sondere Verfügung C. C. H. Vol. II. p. 286 mit der Wils stermarsch vereinigt worden, wie denn. auch selbige Elbdeichs- schläge zu unterhalten haben. Statt Eines Deichgräfen, der in der Krempermarsch die Geschäfte versteht, hat die Wil- siermarsch deren: sechs, wovon in jeder. Vogtei Einer wohnt. Indessen ist auch in der Wilstermarsch der Aufsicht der Deich- gräfen bei weitem mehr übergeben. Ihre Schauung be- ginnt auf dem Stördeich schon am linken Ufer der sogenann- ten Beck, ein im Gute Drage entspringendes Geestwassser, was sich durch zwei Schleusen in die Stör ergießt, biswei- len stark und plötzlich anschwillt, und daher, obgleich die Fluth aus der Stör nicht hineintritt, hohe Bedeichungen nöthig macht. Den am. rechten Ufer. der Bek, nach der Wilster- marsch hin belegenen Bekdeich hat auch der Deichgräfe der Wilsterschen alten. Seite unter seiner Aufsicht. Ferner müs- sen. die Deichgräfen für die Erhaltung der zum Theil seht bedeutenden Stauungen sorgen, wodurch die Wilstermarsch landeinwärts gegen den Andrang des Binnenwassers von den angrenzenden. Mooren geschützt wird, da. diese theils höher als die angrenzende Marsch, theils im Winter überschwemmt sinde Solche Stauungen sind der Staudeich zwischen dem Vooler Moor, dem District Sachsenbande, und der alten Seite, der sogenannte Bordelbaum, der. vor Eklak, Akenboye und Brokreihe vorübergeht, der Schinkeldeich bei Aebtissin- wisch, ganz auf fremdem Grunde, der Halbemondsdeich um die Fleetseer Brake, und mehrere. Sie .müssen dahin sehen, daß die Burger Au, welche an der Dithmarscher Grenze herabkommt, und theils. in den Kudensee, theils durch das sogenannte öberste Wehr fließt und. die Wilsterau bildet, rein gehalten werde, als welches der Deichband in Folge ei- nes Vergleiches mit Dithmarschen beschaffen muß. Die