eÂÔ 270 C Unterschied kommt jedoch in Deichsachen nicht in Betracht, sondern es müssen selbige den p. t. Amtmann zu Steinburg als Oberdeichgräfen, und die Deichgräfen der Marschen als Commüne - Beamten anerkennenz welche letztere dagegen zu ihnen in den nämlichen Rechtsverhältnissen stehen, wie zu den übrigen Deichbandsinteressenten, mit welchen auch diese extranei in Commüneangelegenheiten gleiche Rechte ausüben. Der Hauptsache nach sind die Obliegenheiten der Deichgrä- fen in beiden Commünen dieselben: Sorge für den Deich und dessen Erhaltung, und Wahrnehmung der Geldangele- genheiten der Commüne, Hebung des Schosses, Geldnegozi- rung und Umsätze, Zahlung der Zinsen und sonstiger Aus- gaben und Rechnungsführung und Ablegung. In den bes- sondern Geschäften resultiren jedoch aus der Beschaffenheit des Locals bedeutende Versschiedenheiten, welche weiter unten ihren Platz finden werden. Heide Commünen enthalten eine ansehnliche Zahl von Unterabtheilungen, je nachdem die zu unterhaltenden gemein- schaftlichen. Institute nur einem Theil der Eingesessenen zur Last oder zum Nutzen kommen. Ueber die Bedingungen, unter welchen eine folche Commüne Anerkennung ihrer Eri- stenz und Verfassung gewärtigen kann, scheint in den Lan- desgesehen, ausser der Verordnung vom 46 Apr. 4736, C. C. H. Vol. I. p. 1104. nichts vorzukommen. Indessen dürfte, dieser zufolge, so wie nach der allgemeinen Aeusse- rung der Resolution vom 20 Sept. 4743. ib. Vol. II. p. 347, welche die Befugniß der Convocation und Achten - Ab- fassung auf alle vi ollicii publici Berechtigte ausdehnt, eine besondere Anerkennung der Gesetzgebung nicht erforderlich seyn, und das Daseyn einer sonst gültigen Privatvereinba- rung zu einem immerwährenden, gesetzlich. erlaubten Zweck,