h  261 G Ernten, die Stattlichkeit seiner Hausthiere, den Wohlstand und die Reinlichkeit, welche aus den wohlerhaltenen Häusern schon im Vorbeigehen ansprechen #). Und diesex - Anschein täuscht ~ bis jetzt wenigstens ~ im Allgemeinen auch nicht. Vor ein paar Decennien gehörten Concurse von Hofbesitzern zu den Ereignissen, die den Meisten nur von Hörensagen be- kannt waren. Seitdem sind sie mitunter vorgekommen,. aber doch immer nur noch selten, denn die meisten der im Amte vorkommenden Concurse fallen unter der dort zahlreichen Classe der bürgerliche Nahrung-Treibenden vor #*), Darf man hievon den Schluß machen auf im Allgemeinen gute Verwaltung des Hauswesens, so gewährt diese wieder einen vollgültigen Anspruch auf Zutrauen 'in Verwaltung der Coms müngeschäfte. Und wirklich ist den Marschen die Disposition über ihre öconomischen Angelegenheiten,. in. einem solchen Magaße überlassen, wie wohl in wenigen Districten. Es ist aber außer einigen in die chronologische Sanimlung der Vers ordnungen aufgenommenen und in dem 2ten Bande des. cor Poris constitutionum befindlichen Statuten und Verord- nungen kein ius scriptum vorhanden, was hierüber Bestim- mungen enthielte. Das meiste beruht auf Herkommen, was sich nur durch mündliche Tradition und tägliche Ausübung erhält. Aus archivalschen Urkunden konnten mithin weder Nachrichten noch Belege entnommen werden, was die An- näherung zu einer Vollständigkeit erschweren, und dagegen den Anlaß zu Irrthümern vervielfachen muste. Nach Mög- lichkeit sind indeß lettere vermieden, und wird unter diefen *) Vergl. die Schilderung it Staatb. Mag. 1ster Bd. S. 40. u. fg. **) Im Laufe des gegenwärtigen Jahres (1822) sind jedoch in dem Dorfe Neuenbrok 3 Marschhöfe im Concursse verkauft. J- 48