Ö 1"%96 * Am 12. November starb der Generalsuperintendent des Herzogthums Holstein, Oberconfistorialrath Callisen. Am 21. December feierte der Probst und Hauptprediger Thomsen zu Burg auf Fehmern sein funfzigjähriges Amts- [F) jubiläum. Der General Huth, Staatsminister und Ritter vom Elephantenorden, welcher, ein Sachse von Geburt, und 1766 aus dem Hannöverischen in den Königlich dänischen Dienst als Generallieutenant getreten war, starb am 6. Mai in dem hohen Alter von 94 Jahren, In dem langen Zeitraume von 40 Jahren hatte er dem Staate viele und wichtige Dienste geleistet, und an des unsterblichen Bernstorfs Seite zur Aus- führung und Aufrechthaltung des für Dännemark so glück- lichen und ehrenvollen Friedenssystems mitgewirkt. Außerdem hatte er sich um mehrere Zweige des Militairwesens und be- sonders um die dänische. Artillerie, als deren Schöpfer er ge- wissermaaßen betrachtet werden kann, verdient gemacht, Der Kronprinz ehrte sein Andenken durch einen Tagesbefehl, worin zugleich angeordnet ward, daß sämmtliche Officiers der Armee acht Tage mit einem Flor um den Arm für ihn trauern sollten. Am 43. Juni starb auf seinem Gute Rastorf bei Kel- linghusen der Geheimerath und Ritter vom Dannebrog, Reichsgraf Friedrich zu Ranzau - Breitenburg, im T7sten Lebensjahre. Menschenliebe und Wollthätigkeit was ren Hauptzüge im Charakter des ehrwürdigen Greises, dessen Hintritt von Allen, die ihn gekannt hatten, vorzüglich aber von den Armen, deren Wohlthäter er war, innig bedauert ward. Sein Andenken wird lange in Segen bleiben. Noch muß die Chronik den Tod eines Mannes melden, der zwar. nicht in Diensten unsers Königs gestanden, doch