64 h.? §â. 40. Gebrauch der Briefe, und zwar 1) im Allg emeis nen, ohne Rücksicht auf die Arten derselben. Bei welchen Gerichten die Briefungen im Gebrauch sind, ist schon vorher gesagt worden, bei dem Land- und dem Visitatorialgericht nämlich. Auch ist schon bemerkt, daß sie bei dem Vitigericht um deswillen nicht gebraucht wer- den können, weil dieses die zweite Instanz bildet; so wie, daß für die Einleitung der Sachen zu den Consisstorialgerich- ten ein anderes Verfahren gebräuchlich iste. Es darf daher hier nur angedeutet werden, wie, und in welchem Processe Briefe genommen werden sollen. Die Briefe machen theils ein für sich bestehendes, sel bst- ständiges Verfahren. Dies hat einmal Statt, wenn ein ausgebrachter Brief von dem Impetraten geständig verants wortet wird, d. h. dahin, daß er der Briefung geleben wolle; und ferner wenn alle drei Briefe vom Impetraten unverantwortet gelassen werden. Was Impetrant alsdann weiter zu thun hat, um sein Ziel zu erreichen, wird sich im Verfolg dieser Bemerkungen näher ergeben. Theils aber bilden die Briefe ein einle itend es Verfahren, und als sol- ches kommen sie vor in jeder Sache, die im ordentlichen Pro- cesse zur Verhandlung zu bringen ist. Den Character des einleitenden Verfahrens nehmen sie an, wenn die Verant- wortung nicht zur Zufriedenheit des Impetranten abgegeben wird, dieser also die Sache mit dem Impetraten auf dem Wege Rechtens weiter ausmachen muß. ~ In der Verord- nung, betreffend das Verfahren in geringfügigen und liquiden Sachen, vom 25sten Juli 1781 (§. 2) ist es ebenfalls frei- gelassen, von der Briefung, wenn sie nicht zum Ziele führt