r 416 PF die Schläge zum Theil viel zu klein sind, daß sie oft aus mehreren Abtheilungen zusammengelegt werden müssen, und daß diese Abtheilungen auf dem ganzen Feldmarke der frü- heren Gemeinheit zerstreut herumliegen. Oft hat noch ein Nachbar eine Wiesenschifte in der Mitte einer eingefriedigten Wiese seines Nachbars liegen, die sich leicht austaufchen ließe, wenn die schweren Kosten es nicht hilfserten *). Wie sehr dies die Cultur und die freie Benutzung stört, ist leicht ein- zusehen. Oft könnte eine solche Wiese überall bewässert wers den, allein der Nachbar, der Herr des Wassers ist, gönnt es dem andern nicht, und so fließt es oft ungenutzt weg. Eben so findet man hie und da noch ungetheilte Möre, die zur Zeit der Einkoppelung vergraben waren. Weil sie damals keinen Werth hatten, wurden sie oft in einer Koppel mit eingefriedigt. Jetzt sind sie nachgewachsen und enthalten ein sehr brauchbares Brennmaterial, liegen aber ungenutzt, weil der Besitzer der Koppel es zuweilen läugnet,. daß ein Weg dazu abgelegt ist, und in undenklichen Zeiten Niemand dahin gefahren ist. Dies sind nicht die einzigen nachtheiligen Folgen dieser Verkoppelungen, es giebt deren noch unendlich viele mehr, z. B. die langen, zeitversplitternden Feldwege; die erschwerte Aufsicht; die häßlichen, landzehrenden, krummen Befriediguns genz die unnöthige Mehrzahl der Koppeln; die Unmöglich- keit, das entfernte Land zur Milchwirthschaft zu benutzenz die Beschwerlichkeit der Erndte bei mißlicher Witterung; die Nothwendigkeit, mehr Gespann, mehrere Dienstboten und mehrere Tagelöhner halten zu müssen; die stärkere Abnutzung W O O > Neulich tauschte Jemand 86 Quadratruthen aus. Die Kosten betrugen 12 ÿ. auf die Ruthe, mehr war das Land nicht werth.