<L 618 stellen, und bildet mithin einen Begriff vom viereckigten Zir- kel oder vom hölzernen Bügeleisen. In einem District muß, nach dem Begriff der Wege- polizei alles Mannigfaltige auf organische Weise zur Einheit verbunden werden, wenn jedes richtige Mittel auch leicht und sicher zum rechten Zweck führen soll; in der politischen Sphäre darf der Zufall wenigstens nicht postulirt werden. Wenn nun kein Landbesiter im District von der Con- eurrenz zur Wegebesserung frei seyn soll, um den rechten Ge- meingeist nicht zu unterdrücken: so muß auch Jeder ver- hältnißmäßig eben so viel als der Andere, und Keiner etwas aus Gnade und Barmherzigkeit leisten. Es kann daher im Herzogthum Schleswig nach der Wegeverordnung folgende Districte geben: 1) Amts-, 2) Landschaftliche, 3) Adelige, 4) Stadt- ft districte. In jedem dieser Districte soll die Administration von derjenigen Jurisdiction ausgeübt werden, welche die meisten wegepflichtigen Unterthanen enthält, und es müssen die darin befindlichen melirten Landbesitzer, Nachbarsgleich, der darin administrirenden Behörde pflichtmäßig Folge leisten. Sobald also der District nach dem Begriff begrenzt ist, so ist die administrirende Behörde auch bestimmt ~ so wie im Allgemeinen die Wegepflichtigkeit der darin wohnenden Landbesitzer; aber die Ausmittelung dieser Grenze ist der- zeitig nicht so leicht, als Manche sie sich vorstellen, weil das Gesetz sich nur auf die Quantität beschränkt und über die Qualität des zu begrenzenden, wie es scheint, noch manches unbestimmt ist. Soll z. B. zwischen benachbarten Aemtern das in der Grenze belegene melirte Kirchspiel, oder das äußerste melirte