¿P 610 Ö" I. Zweck und Nutzen der Wegepolizei. Oer Staat soll in Beziehung auf den Verkehr im Innern des Landes 1) die allgemeine Communication, vermittelst bequemer und brauchbarer Wege und Brücken, möglichst erleich« tern und sichern; und zu diesem Zweck 2) die Instandsetzung und Untersuchung derselben, nach einer unveränderlichen Ordnung, so bestimmen, daß durch diese Mittel 3) das allgemeine und besondere Recht, und Wohl des Ganzen und der Einzelnen, in relativer Einheit ver- wirklicht wird. Dieser Abschnitt des öffentlichen Rechts heißt Weges polizei ~ und das desfällige Gesetz für das Herzogthum Schleswig ist durch die allgemeine Wegeordnung von 1784 („als Bestandtheil einer guten Polizei’ s. 29) gegeben, und bestimmt: a) wie die Wege und Brücken in Stand gesetzt und unterhalten, und b) von wem die dazu erforderlichen Leistungen ,, Nach- barsgleich!" geschehen sollen, damit e) alles Mannigfaltige und Widerstrebende zur Eintracht verbunden und in organischer Einheit erhalten werde. Alle öffentlichen Wege sind daher, auch in Gemäßheit der „Circulair-Verfügung über die Anlegung neuer Wege vom 7. Decbr. 1816’ Staatseigenthum ~ und der orga- nischen Staats- und Wegepolizei direkt und indirekt unters worfen, (Siehe W. V. §. 20. 23.. 28 u. 29.) Die öffentlichen Wege dienen überhaupt zum gemei- nen Besten und insbesondere zum innern Vetrieb des