ZÂÂ 03 G einem Mißverstande vorzubeugen, zu welchem eine von dem Reisenden in seinem Aufsatze gebrauchte Wendung Anlaß ge- ben könnte, möge hier schließlich bemerkt stehen, daß das Ploener Amthaus sich im linken Flügel, das Erdgeschoß. aber, worin das Gefängniß liegt, sich unter dem rechren, von Sr. Durchlaucht, dem da restdirenden Herzoge von Holstein-Olden- bur und dessen Hofetate bewohnten Flügel des Schlosses esindet. . Ploen, den 3O0sten April 4822. 3) Goldene Regeln für Englische Obrigkeiten (Frie- densrichter), von Sir Richard Philipps ‘*). Aus dem Englischen. 1. Wenn die Achtung der Regierung bei den Unter- thanen auf. der unpartheyischen, gerechten und vernünftigen Handhabung der Gesetze beruht, so wird man sich leicht über- zeugen, daß es keine wichtigeren und höheren Pflichten gebe, als die einer Ortsobrigkeit oder eines Friedensrichters: 2. Da alle Ortsobrigkeiten in ihrem Amte die verfas- sungsmäßige Autorität der höchsten vollziehenden Macht im Staate darstellen, so liegt es ihnen ob, bei jeder Amtsverrich- tung sich als Beauftragte des Souverains anzusehen, und in Gemäßheit des vom Könige geleisteten Eides „„Recht und Ge- „,rechtigkeit in Milde zu handhaben, und das Volk nach den „„vom Parlamente gegebenen Statuten, so wie nach den Ge- „„selzén und Gewohnheiten des Königreichs zu regieren.. 3. Eine Englische Obrigkeit muß stets eingedenk seyn, daß der höchsten vollziehenden Gewalt, welche sie für einen besonderen Fall darstellt, durch Gesetze und Verfassung Schran- ken geselzt sind, daß die Rechte und Freiheiten eines freien Volkes eben so unantastbar sind, als die Vorrechte des Staats- oberhaupts, und daß die Englischen Obrigkeiten nicht Werk- zeuge einer despotischen Macht, sondern die ausführenden Be- " cou NO sist. geiveucn RÄ noch einwal Uiqrettis zr et tf: t: .