<<ÖÔ 1:10 r ten, um durch ihren Absatz allmählich, nachdem es Die Umstände erlaubten und auf die näher bekannt zu machende Art, eine gleiche Summe der durch gedachte Casse in Umlauf gesetzten Courant «Bankzettel einzuziehen. Um denen, die durch Einschuß an diesen Staatsfonds Theil nehmen, 4 Procent Zinsen zu sichern, sollten 96,000 Reichs- thaler Species jährlich bestimmt, und aus den sichersten Ein- nahmen des ganzen Reiches angewiesen werden. Wie viele Courantbankzettel durch diese Staatsfonds aufer Circulation gekommen, davon war noch nichts ver- lautbart, als bereits unterm 23sten October durch ein, aus der deutschen Canzeley erlassenes Patent, für Schleswig und Holstein ein neues Papiergeld, durch die Errichtung eines Leihinstituts eingeführt ward. Die Direction desselben ward der, der Depossitocasse vorgesetzten, übergeben; sie sollte au- thorisirt seyn, Creditbeweise von 5 Reichsthaler Schlesw. Holst. Courant an- den Einhaber auszustellen, welche bei Vorzeigung baar von der Administration des Instituts in Altona ausgezahlt werden sollten; in allen Hebungen, welche in Schleswig = Holsteinischem Courant zahlbar waren, sollten diese Creditheweise bei den Königlichen Cassen angenommen, auch von denselben wieder ausgegeben werden. Das Institut ward ferner authorisirt, Gelder auf kür- Ehr; zere oder längere Zeit gegen zinsentragende Verschreibungen anzuleihen und die dadurch erhaltenen Fonds wiederum zu Anleihen gegen Verschreibungen auf Grundstücke, gegen ge- setzmäßige Zinsen zu verwenden, wobei beabsichtigt ward, den Zinsfuß in den Herzogthümern, so weit möglich, in einem natürlichen Verhältnisse mit dem wahren Werthe des reellen Eigenthums zu erhalten; auch zu discontiren war dem In- stitut erlaubt, doch sollte es sich nicht mit solchen Disconti-