L 379 CLP Rücksichten sich veranlaßt sah im Jahre 1799 gegen den al- lerdings nicht ausgebliebenen Mißbrauch derselben eine ge- schärfte Verordnung zu erlassen, so war es doch keinesweges die Absicht, die freie und bescheidene Mittheilung der Ge- danken durch Rede und Schrift, einengend zu beschränken oder zu unterdrücken. Das letzte allgemeine Bücherverzeichniß des achtzehnten Jahrhunderts, nemlich das von der Michaelismesse 1800, enthielt zwei und zwanzig Werke von Schleswig-Holsteini« schen Schriftstellern. Unter diesen waren die damals erschei- nenden drei Zeitschriften mitbegriffen, nemlich: Niemanns Blätter für Polizey und Kultur; der Genius der Zeit von August Hennings und von Eggers Deutsches Magazin. Das politische Journal ward zwar in Hamburg verlegt, doch kann es, da es mehrentheils von Holsteinischen Gelehrten besorgt wird, als eine inländische Zeitschrift angesehen werden. Nicht in obiger Zahl begriffen sind folgende Journale, die von Schleswig-Holsteinern herausgegeben und zum Theil im Lande gedruckt wurden; Frankreich, von Poel, der Musaget, von v. Hennings, das Journal der neuesten Weltbegeben- heiten, von Evers, Ie Nord, vom Professor Olivarius und des Professor Pfaff nordisches Archiv für Naturgeschichte und Arzeneikunde. Der Altonaische Merkurius war die einzige in den Herzogthünjern herauskommende politische Zeitung. Die Schleswig- Holsteinischen Anzeigen, welche in Glückstadt zum Drucke befördert werden, enthalten gerichtliche Bekannt- machungen, Verordnungen und gemeinnützige Aufsätze. Noch hatte Altona ein Intelligenzblatt unter dem Namen Adreß- comtoir Nachrichten und mehrere Städte, als Kiel, Glück- stadt, Flensburg u. a. besaßen Wochenblätter. Eine der fortgeschrittenen Geistesbildung und helleren 9 t