Pr 350 A ehemals gemeinschaftlichen Sachen, verzichten wollten. Also wird hier erklärt, daß das eine Kind Etwas für sich behalten dürfe, abgesehen davon, wie viel die andern haben; daher kann der Vater nicht verpflichtet seyn, Allen gleich viel von der beweglichen Haabe zu geben. Denn ausdrücklich heißt es in §. 5 des cap. 15, jenes Recht haben die Kinder nicht bei dem Lande, dies soll immer das Kind, welches davon etwas zum Voraus bekommen hat, einbringen. Dies ist auch des Bischofs Knud Ansicht; bei ihm heißt es im 15ten Ka- pitel:. Et si illa inkerre nolunt quod pater eorum de- derat iis sed potius volunt de hoc contenti;z esse ali heredes non possunt eos cogere ad reportandum, nee ad aéqualitatem cum eis laciendam, excepta sola terra, de qua debent omnes aequaliter participari. Diesen Zusatz hat auch die alte plattdeutsche (1486) und die Krab- bische Uebersezung. Daß Land gemeint sey, bestätigt auch Eriks Seeländisches Lov I., 7, welches ganz von demselben Fall spricht, und daher zur Erklärung angewandt werden kann; Ænd giffver Fader nogen sin Sonner Jordegods, da skal hannd giffve dennom alle saa meget o. s. v. d. : 43. b) Insbesondere bei der Verheirathung der Kinder. Schon oben ist bemerkt worden, daß Kinder, so lange beide Eltern leben, durchaus keinen Theil des Vermögens von ihnen verlangen können ). Heirathet also der Sohn, so ist es nicht nöthig, daß er aus der Gemeinschaft entlassen wird. Aber seine Frau kommt darum nicht, wenn es nicht besonders ausgemacht worden, in die Gemeinschaft mit ihren 1) Jütsch. Lov 1. e. 13. 14.