Pr 349 e Giebt er aber einem etwas, so kann jedes andere Kind vers langen, daß er ihm eben so viel gebe. Dies darf er denn auch von den Kindeskindern, wenn das Kind gestorben ist, nicht wieder zurückfordern. Herr Professor Falck widerlegt hier in seiner Ausgabe sehr richtig Anchers Meinung, nach welcher der Vater wohl von dem Kinde, nicht aber von den Kindeskindern, das Gegebene zurückfordern könne !), Denn die natürlichste Erklärung der Stelle ist folgende. Man könnte vielleicht denken, daß der Großvater, wenn das Kind gestorben wäre, das diesem Gegebene vom Enkel wies der zu fordern befugt sey, aber auch diesem muß er es lassen (um so viel mehr also dem Kinde). Daß also die Begriffe des peculium prokeclitium hier gar nicht passen, ergiebt sich deutlich hieraus. Es fragt sich aber, was unter dem Etwas, noket, welches der Vater giebt, zu verstehen sey ? Aus folgenden Gründen wird hervorgehen, daß hier Land gemeint sey. Im folgenden Kapitel 15 wird bestimmt, daß die Tochler, welche von dem Vater einen Brautschätz, und der Sohn, der bei seiner Heirath eine Beihülfe bekommen hat, dieses nach des Vaters Tode behalten dürften, wenn sie damit zufrieden seyn und auf ihr Erbtheil, d. h. von den berger: der Vater mag nicht, und doch wird in 8. 2 voraus- gesetzt, daß er es darf; das wäre ja ungereimt. Das alte thark hat aber nicht die Bedeutung des jetzigen tör. Auch der Bischof Knud. sagt : nihil cportet. E. Krabbe in seiner hoch- deutschen Erklärungt ist ni < t schu ldi g. In Anchers Aus- gabe ist jedoch die lateinische Ueberseßung unrichtig nikhi1 dare potest. Die neueren dänischen Texte, die Eckenberger wohl vor- züglich zum Grunde legt, haben „ma a’ aber dies heißt nicht allein mag, sondern auch muß; also der Vater muß nicht- ist nicht schuldig u. s. w. 1) Siehe Ting - Forklgringer I. c. 13. S. 265.