+ C s. 6. I]). Anfang der Gütergemeinschaft Das Jütsche Lov enthält keine ausdrücklichen Bestitm- mungen darüber; doch kann man I. c. 30. g. 2. als Beo weisstelle anführen. Hier werden Bedingungen gemacht, unter welchen allein der Stiefvater die Kinder seiner Frau aus der ersten Ehe in die Gemeinschaft aufnehmen kann. Hingegen über die Gemeinschaft zwischen ihm und der Mut- ter der Kinder wird nichts bestimmt, daher man diese als von selbst entstanden ansehen muß. Um aber das Geriauere hiers über angeben zu können, nehme ich die Stadtrechte zu Hülfe. Es möchte passend seyn, den art. 14 des Flensburger Stadtrechts in der Original- Sprache voranzuschicken, weil fich hieraus am deutlichsten die Regel ergiebt. Ouaenaes Eauzman til by eldaer Lanzquinnae giltaes til by oc Therae brollup göraes i by oli ther gooz. . . . scal vaerae boscup oc sciltaes javaent i tu. Evi Hierin liegt, daß nicht allein durch die Hochzeit in der Stadt das städtische eheliche Güterverhältniß entsteht, sondern es wird erfordert, daß die Stadt der Wohnort dér Ehegatten sey ; denn in dem Worte te! liegt ein Hineinziehen nach der Stadt. Daher sind als Regeln aufzustellen: 4) daß der Wohnort, nicht der Ort der Hochzeit das güterrechtliche Verhältniß bestimmt. Letzteres anzunehmen, würde auch sehr unpractisch seyn, da nach den allgemeinen, Oben aufgestellten Grundsätzen doch das Güterrecht des Hoch- zeitortes nicht. länger dauern würde, als bis die Eheleute an ihrem Wohnorte angekommen wären. Daß es sich so ver-