r . BA U der Ehe erworbene Land hatte aber eine andere Natur an- genommen, denn da die Familie des früheren Besitzers die Veräußerung zugelassen hatte, und weder die Familie des Mannes noch die der Frau Ansprüche hierauf hatte, so war das einzige Hinderniß gehoben, welches der Gemeinschaft des Erb-Landes im Wege gestanden hatte, und jenes Land wurde daher, wie alle beweglichen Sachen, gemeinschaftlich. Dies, glaube ich, ist die Hauptursache der rechtlichen Natur des Kauflandes gewesen, obgleich die Ansicht, daß zur Erwerbung des Landes doch oft beide Ehegatten beitragen, auch wohl zur Bildung derselben hat mitwirken können, denn das Land, welches die Ehegatten vor der Ehe erworben haben, wird in der Ehe nicht gemeinschaftlich. Dies beweist Jütsches Lov k. c. 6. §. 6. 8, wonach die zweite Frau kein Recht an dem in der ersten Ehe erworbenen Lande hat. Der erste und haupt- sächlichste Grund, den ich angegeben habe, macht es eins leuchtend, daß es einerlei seyn muß, auf welche Art Land aus der alten Familienverbindung herausgekommen ist, und von dem Ehegatten erworben wird, so daß die Benennung: Kaufland, nur als das gewöhnlichste vorzugsweise für alle Fälle gebraucht wird.. Im Jütschen Lov sind keine ausdrück- liche Bestimmungen hierüber, aber zum Ueberfluß kann hier eine Stelle aus dem sogenannten neuen oder Eriks Seelän- dischen Lou I.. c. 22 1) als Beweis angezogen werden. Hier heißt es: All den Jord der Bonden eller Hustruen vorder giffa ven . . .. da regnis den ikke andet end for Kjöbejord uden saa er at Fader eller Moder giffver Bonden eller oc en an- p. q) In einer Handschrift der Kieler Bibliothek mit dem Titel: Samling af gamle Love og rare danste Mauuscrivter. Vergl. eben daselbit I. c. 12, H. 14.