" . welchen die Seefahrenden von Föhr nach Holland hinüberge: hen wollten, sechs Wochen aufgehalten wurden. Gute Häuer, welche in Holland zu haben war, ist den Seefahrenden durch den langen Aufenthalt vielleicht verloren gegangen. Hier kann noch bemerkt werden, daß nach öffentlichen Angaben allein an den dänischen Küsten durch die Stürme dieses Winters 250 Schiffe verunglückt und 2500 Menschen umgekommen sind. 14ten März. Bekanntmachung aus dem schleswigschen Oberconsistorio , betreffend die künftige Einrichtung des Const; storii in der Propstey Sonderburg. 16ten März. Bekanntmachung abseiten der Landcommis: sion, daß der im vorigen Jahre eingedeichte Wilhelminenkoog zur Heuwindung verpachtet und demnächst im Laufe des Jah- res verkauft werden solle.. Den LO0ten März skarb zu Lütjenburg der dortige Doc- kor und N hysicus C. D. Claudius, jüngerer Bruder des im Jahre 18:15 verstorbenen edlen und unvergeßlichen Dichters Matthias Claudius. Da es angemessen ist, bei Erwäh:- nung der Einzelnen auch ihres denkwürdigen Geschlechts sich zu erinnern, so möge hier die Bemerkung stehen, daß es kaum eine Familie im Lande giebt, die der Kirche so viele Geistliche gegeben hat, als die der Claudius. Von dem ersten bekannten Vorfahren an, Claudius Pauli (‘Iebersetzung von Claus Paul- sen), Prediger zu Emmerlef im Srifte Ripen, gestorben 1586, dessen Kinder den stehenden Geschlechtsnamen „Claudius an- nahmen, waren die meisten der zahlreichen Nachkommen Pre: diger, besonders im nördlichen Schleswig, und die Pfarre zu Lügum im Amte Tondern war namentlich in vielen Geschlech- tern gleichsam erblich bei der Familie. Dort war auch der Großvater des jetzt Verstorbenen gebohren, Den 2ten März ist der Conferenzrath J. F. A. Bill- hard, Ritter vom Dannebrog, als Vicecanzler und Oberge: richtsrath im Schleswigschen Obergericht auf sein Ansuchen in Gnaden entlassen worden. _ Anfangs April haben dem Vernehmen nach die Aemter Reinfeld, Traventhal, Rethwisch, Trittau und Tremsbüttel so wie die Herrschaft Pinneberg sich an die Canzley gewandt, um von dem Könige die Verwendung zu erbitten, damit die Aufhebung der seit 1815 bestehenden und für Holstein eben so drückenden als rechtwidrigen Accise in Hamburg, oder die Be- freiung der Holsteiner von dieser Steuer bewirkt werde Nach dem Tractat zwischen Hamburg und dem Gesammthause Hol- ftein vom 27sen May 1768 scheint das Recht auf Seiten Holsteins zu seyn. Cine genauere Auseinandersezung. dieses