rr A32 t . Ausgaben richten. &= Wenn sich aber leider das gutsherr- liche Verhältniß oft in seiner schroffen Geschiedenheit darge- stelt hat, so wäre es auch nicht unwahr, nach dem Sprich- worte: Camera est mala beslia, daß die Finanzen man- ches Staates auch keine Gesammtheit mit der Wohlfahrt der Bürger ausgemacht haben, und damit noch keinesweges bewiesen, daß das Berhältniß des Gutsherrn zu den Guts- bewohnert sich so entgegengesetzt seyn sollte, und, ohne auf höhere Betrachtungen zurü.x zu gehen, bedürfte es wohl nur einer richtigen Berechnung, um darzuthun, daß das finanzielle Wohlseyn des Gutsbesitzers durch das Wohlseyn der Gutsbewohner am mweisten und sichersten gefördert werde. – Dieses schließt es freilich keinesweges aus, daß alle Verpflichtungen und Leistungen genau bestimmt werden, sondern fordert eben diese genaue Bestimmung aller Ver- hältnisse. Allein in diefem Sinne, des Worts dürfte es eben so nöthig seyn, in jedem Staate die Verpflichtungen der Bürger genau zu bestimmen, und Keiner würde eine Staatss form erträglich finden, worin es, ohne vorhergehende Steuer« verordnung, der höchsten Macht erlaubt wäte, plötzlich eine vorher unbestimmte Abgabe zu fordern. ' Es würde daher keinesweges unrichtig seyn, den Satz geradezu umzukehren, und zu behaupten: die Abgaben an den Staat müssen ge- messen und bestimmt seyn, und es frâgt sich nur: nach wel- chem Maaßstabe? In der Abhandlung heißt es: „nach dem Maaße der nothwendigen Ausgaben“, ein Maaßstab, der gar zu unbestimmt ist, um irgend eine Regel anzugeben. ~~ Rechnet nicht Malthus, um eine achtungswürdige Auctorität anzuführen, in seinem Werke „„über die unmittelbaren Ur-. achen der Vermehrung des Vermögens‘“ (Seite 463490) ez zu den ersten Bedürfnissen eines Staats, nicht erwerbende