4.3 [ FI den. Denn Saxo konnte leicht die übrigen, als ihm ünbes deutender scheinende mit Stillschweigen überg-hen zuinal da er sich hier sehr kurz faßt; oder er konnte, vom irrigert Patriotismus verleitet, sie absichtlich verschweigen. Wirklich könnte man sich geneigt finden, das Letztere anzunehn:en; wenn Adam ein so ganz zuversichtlicher und korrekter Ges schichtsschrecber wäre und in dem dänischen Berichte nicht " tri in Umstand vorkärme, der die Aussage des Deutschen sehr verdächtig macht. Allein Adam ist eben so wenig vom fals korrekt.: schen Patriotismus frei, wie Säxo, und schreibt noch minder Nach der ersten Ansicht des deutschen Berichts sollte F man glauben, die zweite Friedensbedingung sey vie gewesen, daß der Dänenkönig sich für einen Vasall des Kaisers erz " § klären und sein Reich von demselben zum Lehn, oder als. ein r w 1- .» k Æ' U 1 Ö rä Lohn, empfangen sollte ~ (Haraldus Ottoni subiieitut regnumque ah eo strscipiens, christianilatem in Da- niata récipere spopondit). Man sieht, Adam ward, ins- dem er diese Worke schrieb, offenbar von der Idee geleitet, daß Harald sich für völlig besiegt achtete und: dâhér jede Bedingung sich gefallen lassen mußte. Allein warum braucht er hier blos das Partizipium suscipiens, und nicht: dievölls ständige Redensart suscipiens iu keudura. vie keit Zwels deutigkeit zuläßt? Verniuthlich, weil er “absichtlich die Art und Weise, wie Harald wiever zum Besitz seines Reiches kam, nicht genauer bestimmet konnte oder nicht beftimunien wöllte, um deim dänischen Hofe nicht mißfäll g ‘zu werben: Denn überall zeigt Adam sich als einen umsichtigen Schrifta steller, der seine Ausdrücke mit Vorsicht wählte, um es mit keiner Parthei zu verderben. Bei dem Partizip suscipiens kann man freilich im Gedanken in keudum suppliren ~~