88 kulturhistorische Sammlung zugesichert, die ihr verstorbener Gemahl, der bekannte Sinologe der Berliner Universität, auf seinen ostasiatischen Studienreisen erworben hatte. Die Bücherei erhielt von dem Herrn Kultusminister wieder die laufenden Hefte des Internationalen Archivs für Ethnographie und konnte durch Ankauf, wenn auch nur in bescheidenem Maße, er weitert werden. Die Benutzung der Bücherei sowie der Besuch der Sammlungen, besonders auch seitens der Schulen und der Universität, war durch aus rege. Am 1. Oktober 1912 übernahm Herr Prof. Dr. L. Schultze die Leitung des Museums, behielt sie aber nur bis zum Schlüsse des Berichtsjahres, bis zu seiner Berufung nach Marburg. In dieses Halbjahr fällt der Umbau des Hauses Kl.-Elmeloo, das zur Auf nahme des Museums bestimmt worden war. Mit dem vom Herrn Minister bewilligten außerordentlichen Zuschuß von 4500 JC‘ ist aus der idyllisch gelegenen Villa jetzt ein freundliches und schmuckes Museumsgebäude geschaffen worden. Dr. Mecking. 48. Akademische Lesehalle. Die Akademische Lesehalle konnte sich, nachdem ihr durch die obligatorische Mitgliedschaft aller Studierenden und die miet weise Überlassung von Räumen in der Seeburg eine gefestigte Stellung gegeben war, ihrer inneren Entwicklung zuwenden. Den Wünschen der Mitglieder nach neuen Zeitschriften wurde nach Möglichkeit Rechnung getragen. Die räumliche Erneuerung der Lesehalle stellte sich mehr und mehr als Bedürfnis heraus. Die verschließbare Unterbringung des Zeitschriftenmaterials ließ sich in den der Allgemeinheit dienenden Räumen der Seeburg nicht mehr umgehen. Es wurde deshalb zu nächst das Nordzimmer nach einem für alle Zimmer einheitlich entworfenen Plane einer Umgestaltung unterzogen. Der Zukunft bleibt es Vorbehalten, die innere Einrichtung planmäßig zu vollenden. Der Lesehalle gehörten leider nur 28 Mitglieder der Dozenten schaft gegen den Jahresbeitrag von 3 Ji an. Außerdem waren 5 Herren, welche nicht zur Universität gehören, außerordentliche Mitglieder. I. A.: Dr. Friedrich.