36 i. April 1891 an Stelle des in die Farbenfabriken von Bayer in Elberfeld übersiedelnden Dr. Th. Kröber. Am 1. Januar 1892 übernahm die Stelle des in die badische Anilin- und Sodafabrik übertretenden Dr. H. Lang Herr cand. chem. R. Radenhausen. Anzahl der Praktikanten: Im Sommer 1891 betheiligten sich an den praktischen Arbeiten: 5 Assistenten resp. Dozenten der Chemie, 1 Dozent der Medizin, 21 Chemiker, 10 Pharmazeuten und 35 Mediziner = 72 Praktikanten. Im Winter 1891/92 waren 5 Assistenten resp. Dozenten, 22 Chemiker, 11 Pharmazeuten und 42 Mediziner — SoPraktikanten im Laboratorium praktisch thätig. Neuerungen im Unterricht: Für das Mediziner-Praktikum liess der Unterzeichnete einen eigenen Auszug aus dem v. Pechmann’schen Unterrichtsbuch „zum Gebrauch im chemischen Institut der Universität Kiel als Manuskript“ drucken. Um den Unterricht bei der auf das doppelte gesteigerten Frequenz der Mediziner wirksamer zu gestalten, nehmen sämmtliche Assistenten des Institutes an dem Medizinerpraktikum als Lehrer theil. Publikationen: Th. Curtius: Nomenklatur von organischen Verbindungen, welche zwei unter sich gebundene Stickstoffatome enthalten. Th. Curtius: Ueber Diammoniumsemisulfat. Th. Curtius: Neues vom Stickstoffwasserstoff. Th. Curtius und F. Rauterberg: Einwirkung von Hydrazinhydrat auf Benzophenon. Th. Curtius und K. Thun: Einwirkung von Hydrazinhydrat auf Monoketone und Orthodiketone. Th. Curtius und K. Thun: Einwirkung von Hydrazinhydrat auf Isatin und auf Phenole. Th. Curtius und L. Pflug: Darstellung von sekundären assy- metrischen Hydrazinen. Th. Curtius und H. Lang: Ersatz von Ketosauerstoff durch die Azogruppe N 2 . L. Rügheimer: Einführung zweiwerthiger Radikale in das Piperidin. C. Stoehr: Ueber Pyridin und Piperidinbasen der /S-Reihe. C. Stoehr: Ueber Dimethyldiazin. C. Stoehr und M. Wagner: Ueber ß, /^-Dimethyldipyridyl. C. Stoehr und A. Heusser: Ueber methylirte Dipyridyle. H. Göttsch: Pyridinderivate aus Propionaldehydammoniak und Propionaldehyd (Dissert.)