Hauptmasse die Nummer 3997, bei den besonders aufgestellten Doubletten aus der Schleswig-Holsteinischen und Skandinavischen Geschichte die Nummer 630. Zur Ergänzung der im vorjährigen Bericht (Chronik 1890/91 S. 16) erwähnten Standortstabelle und um auch den mit der Bibliothek weniger Vertrauten deren Benutzung zu erleichtern, schien es zweckmässig, eine Signaturentabelle in verbesserter Gestalt mit den nöthigen Er läuterungen drucken zu lassen, welche Tabelle von den Signaturen, wie sie in den geschriebenen Katalogen der Bibliothek und in den Büchern geführt werden, überall auf die Namen der wissenschaftlichen Abtheilungen in der Standortstabelle verweist. *) Was die Vermehrung der Bibliothek betrifft, so wurden aus der hinterlassenen Büchersammlung des Konservators der Alterthümer in Schleswig-Holstein Professor Dr. G. H. Handelmann 251 Bände mit Hilfe eines durch den Herrn Universitäts-Kurator bewilligten ausser ordentlichen Zuschusses angekauft. Aus dem Nachlass des Justizraths W. C. L. Castagne erhielt die Bibliothek ausser gedruckten Büchern drei Bände Handschriften provinzialgeschichtlichen Inhalts geschenkt (Cod. MS. S. H. 77p, AA; 323, A; 383, Al). Ein grösseres Bücher geschenk, 292 Bände, abgesehen von Doubletten, durch welches nament lich der Bestand an medicinischen Zeitschriften in äusserst willkommener Weise ergänzt ward, überwies Herr Geheimer Medicinal-Rath Professor Ur. H. Quincke. Die Sammlung der mit K. B. bezeichneten Manuskripte ward bereichert durch drei von Buchdeckeln abgelöste Funde, nämlich ein Bruchstück aus den „Synonyma medicinae“ des Simon Januensis (K. B. 4.3L), * 2 ) ein Doppelblatt aus einer Oberdeutschen Übersetzung der bei Ouetif & Echard („Scriptores ordinis Praedicatorum“ I, 25 ff., 58 ff. 1719) gedruckten Lateinischen „Vita et Miracula S. Dominici fundatoris“ (K. B. 6)™), und ein Folioblatt aus einer zur Zeit nicht näher zu bestimmenden Glosse zu den Decretalen Gregors IX. (K. B. 206’h). Im Ganzen kamen an gedruckten Büchern hinzu 2678 Nummern (volle Bände), gegenüber 3138 Nummern im Vorjahre, ausserdem 332 Dissertationen- und Programmen-Bände. Von der Schleswig-Holstein- Lauenburgischen historischen Gesellschaft empfingen wir 148 Nummern. Der gesammte Bestand am Schlüsse des Etatsjahrs wuchs auf 2 °3 859 Bände separater Bücher, 8166 Dissertationen- und Programmen- Bände, 2365 Bände Manuskripte, zusammen auf 214 390 Bände gedruckter *) „Signaturen-Tabelle der Universitäts-Bibliothek zu Kiel.“ Kiel 1891, 1 und 5 Blätter Folio. 2 ) Vgl. H. Haeser, „Lehrbuch der Geschichte der Medicin.“ 3. Bearb. I, 707 ff. 1875. 2