7 2. Hochschulförderung: Sie unterstützt Studierende vom 3. Semester ab bis zum 2. Semester vor dem Examen. Aufgenommen werden Studierende, die vorher schon in der Kameradschaftsförderung standen und sich dort be währt haben. Neuanträge werden nur in ganz besonderen Fällen berück sichtigt. Einreichungstermin ist 14 Tage vor Schluß des vorhergehenden Semesters. 3. Darlehnsförderung: Im 2. oder 3. Semester vor dem Examen werden die Förderungsbeiträge darlehnsweise gegeben. Sie sind spätestens nach 8 Jahren zurückzuzahlen. Einreichungstermine: 14 Tage nach Semesterbeginn. 4. Reichsförderung: Sie stellt im Rahmen der Förderung eine Spitzenförde rung dar. Auf Grund noch schärferer Auslesebestimmungen sollen hier nur die bewährtesten jungen Studenten aufgenommen werden. Anträge sind beim Reichsstudentenwerk Berlin einzureichen. Grundsätzlich ist bei jeder Förderung zu beachten: a) es werden nur Deutsche arischer Abstammung gefördert; b) körperliche und geistige Vollwertigkeit unter Zurückstellung ein seitiger Veranlagung ist Voraussetzung; c) vorhergehende Teilnahme am Arbeitsdienst ist Pflicht; d) Studentinnen werden nur in den Studiengängen gefördert, deren Berufsziel Frauen zugänglich ist und nur in dem Maße, wie es dem Anteil der Frau an den akademischen Berufspläfzen entspricht. B. Studentischer Gesundheitsdienst I. Pflichtuntersuchung: Die Pflichtuntersuchungen bilden die Grundlage des studentischen Gesundheits dienstes und zugleich die Voraussetzung zur Zulassung zum Hochschulstudium. Sämtliche vollimmatrikulierte Studierende (auch die gesetzlich zugelassenen Nicht arier) haben sich ausnahmslos der Pflichtuntersuchung zu unterziehen. Die Pflichtuntersuchungen werden vor oder zu Beginn des 1. und 5. Semesters vorgenommen. Die Durchführung der Pflichtuntersuchung erfolgt durch das Studentenwerk ln Zusammenarbeit mit dem Amt für Volksgesundheit der NSDAP. Die zur Unter suchung verpflichteten Studierenden werden zu Beginn des Semesters durch An schlag am Schwarzen Brett bekanntgegeben und außerdem schriftlich zum Unter suchungstermin geladen. Nichterscheinen zieht Streichung des Semesters nach sich. Ueber die Teilnahme an der Pflichtuntersuchung wird eine Untersuchungs bescheinigung ausgestellt, die auf dem Studentenwerk abzuholen ist und bei der Immatrikulation dem Hochschulsekretariat vorgelegt werden muß. II. Studentische Krankenversorgung: Jeder Studierende erwirbt durch die Immatrikulation an der Hochschule zwangs läufig seine Mitgliedschaft zur studentischen Krankenversorgung. Zur Behandlung können aufgesucht werden die Studentensprechstunden der Hochschulkliniken sowie die der KVD angeschlossenen Aerzte der Stadt. — Satzungen und Leistungspflicht der SKV siehe Anschlag 1 III. Gesundheitsförderung: Die Aufgabe der Gesundheitsförderung ist es, die versicherungsmäßig beschränkten Leistungen der studentischen Krankenversorgung (SKV) in besonderen Krankheits