4 Mitteilungen über die Immatrikulation, die An- und Abmeldung, die Benefizien usw. Die Immatrikulationstermine Die ordentlichen Immatrikulationsfermine finden in der Zeit vom 10. Oktober bis 7. November 1936 statt. Wer immatrikuliert werden will, hat sich Mittwochs oder Sonnabends um 9 Uhr im Zimmer Nr. 59 der Universität unter Vorlegung seiner Papiere im Original (Reife zeugnis, sämtliche Abgangszeugnisse von früher besuchten Universitäten, gegebenen falls das Zeugnis über die bestandene ärztliche Vorprüfung und bei unterbrochenem Studium für die fragliche Zeit polizeiliche Führungszeugnisse) zu melden. Ein Lichtbild ist hierbei abzugeben. Vorschriften für die Immatrikulation 1. Zum Nachweise der wissenschaftlichen Vorbildung für das akademische Studium haben Angehörige des Deutschen Reiches dasjenige Reifezeugnis einer deutschen neunstufigen höheren Lehranstalt beizubringen, das für die Zulassung zu den ihrem Studienfach entsprechenden Berufsprüfungen in ihrem Heimatstaate vorge schrieben ist. Abiturienten des Jahrgangs 1934 haben neben dem Reifezeugnis noch den Besitz der Hochschulreife nachzuweisen bezw. dafür Sorge zu tragen, daß das Zeugnis darüber an das hiesige Universitäts-Sekretariat übersandt wird. Ferner haben sie, sowie die Abiturienten späterer Jahrgänge, nachzuweisen, daß sie ihrer Arbeitsdiensfpflicht genügt haben, oder von der Ableistung der Arbeitsdienstpflicht befreit sind. Auf Grund ausländischer Reifezeugnisse dürfen Reichsangehörige nur dann immatrikuliert werden, wenn daraufhin ihre Zulassung zu den ihrem Studien fach entsprechenden Berufsprüfungen in ihrem Heimatstaate gesichert erscheint. Die Fakultät, bei welcher der Studierende einzutragen ist, bestimmt sich durch das von ihm gewählte Studienfach. 2. Mit besonderer Erlaubnis der Immatrikulations-Kommission können Angehörige des Deutschen Reiches, die ein genügendes Reifezeugnis nicht erworben, jedoch wenig stens die Obersekundareife erreicht haben, auf vier Semester immatrikuliert und bei der philosophischen Fakultät eingetragen werden. Die Immatrikulations-Kommission ist ermächtigt, nach Ablauf dieser vier Semester die Verlängerung des Studiums um zwei Semester aus besonderen Gründen zu ge statten. Eine weitere Verlängerung ist nur mit Genehmigung des Kurators der Uni versität zulässig. 3. Reichs-, Staats-, Gemeinde- oder Kirchenbeamte, Angehörige der Reichswehr, sowie Personen, die dem Gewerbestand angehören, können zum Studium zugelassen werden, wenn nachgewiesen ist, daß sie durch Beurlaubung vom Dienst oder durch Befrei ung von ihrer beruflichen Tätigkeit , über soviel freie Zeit verfügen, daß die Durch führung eines gründlichen Studiums gesichert ist. Bei Beamten gilt der Nachweis als erbracht, wenn sie durch ihre Dienstbehörde mindestens von der halben Dienstzeit befreit sind. 4. Mit der Zulassung zur Immatrikulation ist nicht ohne weiteres die Aus sicht auf Zulassung zu den Prüfungen gegeben. Hierfür sind die Prüfungs ordnungen maßgebend, lieber die Anrechnung von Semestern, die nicht in der gleichen Fakultät oder die auf anders gearteten Hochschulen verbracht sind, ent