33 Uorscbriften über die Immatrikulation, die fln- und Abmeldung und die Benefizien. * Die Immatrlkulationstermine. Die ordentlichen Immatrikulationstermine finden in der Zeit vom 2. April bis 6. Mai statt. Wer sich nach dem 6. Mai meldet, bedarf zur Immatrikulation der Ge nehmigung des Universitäts-Kurators. Nach dem 31. Mai findet im allgemeinen eine Zulassung nicht mehr statt. Die an den Kurator zu richtenden Gesuche sind bei dem Rektor einzureichen. Wer immatrikuliert werden will, hat sich Mittwochs oder Sonnabends um 9 Uhr vormittags im Zimmer Nr. 59 unter Vorlegung seiner Papiere im Original (Reife zeugnis, sämtliche Abgangszeugnisse von früher besuchten Universitäten, event. das Zeugnis über die bestandene ärztliche Vorprüfung und bei unterbrochenem Studium für die betreffende Zeit polizeiliche Führungszeugnisse bezw. Militärpaß) zu melden. Vorschriften für die Immatrikulation. 1. Zum Nachweise der wissenschaftlichen Vorbildung für das akademische Studium haben Angehörige des Deutschen Reiches dasjenige Reifezeugnis einer deutschen neunstufigen höheren Lehranstalt beizubringen, welches für die Zulassung zu den Ihrem Studienfach entsprechenden Berufsprüfungen in ihrem Heimatstaate vorgeschrieben ist; auf Grund ausländischer Reifezeugnisse dürfen Reichsangehörige nur dann imma trikuliert werden, wenn daraufhin ihre Zulassung zu den ihrem Studienfach entsprechen den Berufsprüfungen in ihrem Heimatstaate gesichert erscheint. Genügt nach den bestehenden Bestimmungen für ein Berufsstudium der Nachweis der Reife für die Prima einer neunstufigen höheren Lehranstalt, so reicht das auch für die Immatrikulation aus. Das Gleiche gilt von dem in den Verfügungen des Ministers der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten vom 3. April 1909, 11. Oktober 1913 und 13. Juli 1914 zugelassenen Vorbildungsnachweis für das Studium, welches zum Berufe der Oberlehrerin führt. Die Fakultät, bei welcher der Studierende einzutragen ist, bestimmt sich durch das von ihm gewählte Studienfach. 2. Mit besonderer Erlaubnis der Immatrikulations-Kommission können Angehörige des Deutschen Reiches, welche ein nach Abs. 1 oder 2 genügendes Reifezeugnis nicht erworben, jedoch wenigstens dasjenige Maß der Schulbildung erreicht haben, welches früher für die Erlangung der Berechtigung zum Einjährig-Freiwilligen-Dienst vorgeschrieben war, auf vier Semester immatrikuliert und bei der philosophischen Fakultät eingetragen werden. Die Immatrikulations-Kommission ist ermächtigt, nach Ablauf dieser vier Semester die Verlängerung des Studiums um zwei Semester aus besonderen Gründen zu gestatten. Eine weitere Verlängerung ist nur mit Genehmigung des Kurators zulässig. 3. Für das Studium von Ausländern an deutschen Hochschulen gilt folgendes: