4 geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten vom 3. April 1909, 11. Oktober 1913 und 13. Juli 1914 zugelassenen Vorbildungsnachweis für das Studium, welches zum Berufe der Oberlehrerin führt. Die Fakultät, bei welcher der Studierende einzutragen ist, bestimmt sich durch das von ihm gewählte Studienfach. 2. Mit besonderer Erlaubnis der Immatrikulations-Kommission können Angehörige des Deutschen Reiches, welche ein nach § 2 Abs. 1 oder 2 genügendes Reifezeugnis nicht erworben, jedoch wenigstens dasjenige Maß der Schulbildung erreicht haben, welches für die Erlangung der Berechtigung zum Einjährig-Freiwilligen Dienst vorgeschrieben ist, auf vier Semester immatrikuliert und bei der philosophischen Fakultät eingetragen werden. Die Immatrikulation einer Frau bedarf in diesem Falle der Genehmigung des Ministers. Die Immatrikulations-Kommission ist ermächtigt, nach Ablauf dieser vier Semester die Verlängerung des Studiums um zwei Semester aus besonderen Gründen zu gestatten. Eine weitere Ver längerung ist nur mit Genehmigung des Kurators zulässig. 3. Ausländer können, soweit nicht darüber besondere Bestim mungen erlassen sind, immatrikuliert werden, wenn sie sich über den Besitz einer Schulbildung ausweisen, welche der in 2 bezeichneten im wesentlichen gleichwertig ist. 4. Als Studierende dürfen nicht aufgenommen werden: 1. Reichs-, Staats-, Gemeinde- und Kirchenbeamte, 2. Angehörige einer anderen preußischen öffentlichen Bildungsanstalt, sofern nicht besondere Bestimmungen eine Ausnahme begründen, 3. Personen, welche dem Gewerbestand angehören. Vorschriften für die Hospitanten. Herren, welche nach diesen Vorschriften nicht immatrikuliert werden dürfen, aber einzelne Vorlesungen zu hören wünschen, haben zunächst die schriftliche Erlaubnis der betr. Dozenten, sodann die des Rektors persönlich einzuholen. Bei welchen Dozenten das Einholen der Erlaubnis fortfällt, wird am schwarzen Brett mit geteilt werden. Frauen können nur entsprechend den am schwarzen Brett bekanntgemachten näheren Bestimmungen als Hospitanten zu den Vorlesungen zugelassen werden. Vorschriften für die An- und Abmeldung. Das Belegen der Vorlesungen und die Einholung der Testate hat bis zum 13. Oktober zu geschehen. Für späteres Belegen, sowie vorze i t 'g e Abmeldung ist die Genehmigung des Rektors unbedingt erforderlich; diese ist unter glaubhafter Nachweisung triftiger Gründe und unter Vorlegung des Anmeldebuches persönlich