j Die römische societas und Universitas personarum. Die vermögensrechtliche Vereinigung mehrerer Personen zu einem gemein schaftlichen Zweck kann auf verschiedene Weise erfolgen. Dieselben können entweder wollen, dass ihre Gemeinschaft ein neues Rechtssubjekt werde, d. h. Träger der Rechte und Verbindlichkeiten sein solle, die zur Erreichung des Zweckes erforderlich sind. Der Verein wird Eigenthümer der eingebrachten Sachen, er als solcher soll berechtigt und verpflichtet sein, nicht seine Mitglieder. Jene Personen können aber auch wollen, dass ein neues Rechtssubjekt nicht entstehe, sondern dass jede einzelne Person nach Massgabe eines bestimmten im Gesellschaftsvertrage festgesetzten Antheils an den Rechten und Verpflichtungen theilnehme. Die einzelnen Gesellschafter A. B. und C. sollen z. B. jeder zu einem Drittheil berechtigt und verpflichtet werden. Ein neues Rechtssubjekt entsteht hier durchaus nicht. Beide Gestaltungen sind dem römischen Rechte bekannt. Jene ist die Univer sitas personarum, diese die societas. Die Universitas tritt als Rechtssubjekt dritten 1 ersonen gegenüber hervor. Sie wird durch die Rechtsgeschäfte ihrer Organe direkt berechtigt und verpflichtet. Sie allein wird durch dieselben berechtigt und verpflichtet, die Mitglieder können aus den Rechten des Vereins weder klagen, noch seiner Verbindlichkeiten wegen belangt werden. 1 ) Sie sind nur faktisch am Gewinn und Verlust des Vereins betheiligt, r ) Si quid universitati debetur, singulis non debetur, nec quod debet Universitas singuli debcnt, 1 7. §. 1 D. quod cujuscunque 3, 4.