dem der Nervus cardiacus superior entspringt, hat aber auch Verbindungen mit den 3 oder 4 obern Halsnerven, die ihrerseits wieder zur Bildung des Plexus braohialis beitragen; ausserdem anastomosirt der N. cardiacus sup. noch während seines Ver laufes am Halse mit Aesten des Ramus descendens N, Hypoglossi, der ebenfalls mit Aesten vom zweiten und dritten Halsnerven zusammenhängt Es ist also dadurch eine mehrfache Verbindung des Nervus cardiacus superior mit Halsnerven hergestellt. Das Ganglion cervicale medium, aus dem der Nervus cardiacus medius ent springt, hat Verbindungsäste mit dem fünften und sechsten Halsnerven, zuweilen auch mit dem N. Vagus und phrenicus. Das Ganglion cervicale inferius, aus dem der Nervus cardiacus inferior ent springt, hat Verbindungsäste mit dem sechsten, siebenten und achten Halsnerven und dem ersten Brustnerven. Die 4 untern Halsnerven aber und der lste Brustnerv treten zum Plexus brachialis zusammen; dadurch steht also auch das Ganglion cer vicale inferius und der aus ihm entspringende N. cardiacus inferior mit dem Plexus brachialis in Verbindung. Dazu kommen nun noch die vielfachen Anastomosen des Sympathicus mit dem Vagus; theils hängen die Ganglien des Sympathicus mit Vagus ästen zusammen und zwar sowohl mit Aesten aus seinem Stamme als mit dem von ihm entspringenden N. laryngeus sup. und namentlich inf.; theils hängt der Vagus nieder mit den Halsnerven zusammen durch einen Verbindungsast des Ramus descen dens des N. Hypoglossus. Der Plexus cadiacus hängt endlich vielfach durch Aeste mit dem Plexus aorticus thoracicus und den plexus coronarii cordis zusammen. Es erklären sich nun die bei der Angina pectoris in das Cervicalgebiet aus strahlenden Schmerzen aus der Verbindung, in welcher der Plexus cardiacus mit den Vordem Aesten der 4 obern Halsnerven und dem untern Brustnerven steht- die nach dem Arm ausstrahlenden Schmerzen erklären sich daraus, dass der vordere Ast des ersten Brustnerven Anastomosen mit dem untern Bündel des Plexus brachialis ein geht. Die Verbindungen des Plexus cardiacus mit dem Aorten- und Kranzarterien geflecht würden die Häufigkeit der anginösen oder stenocardischen Anfälle bei Kranz arterienverknöcherungen und Verengerungen erklären. Die zuweilen in der Zwerch fellgegend auftretenden Schmerzen lassen sich aus der Verbindung des N. phrenicus mit dem 4ten und 5ten Halsnervenpaar und dadurch wieder mit dem Nn. cardiaci erklären. Die Erscheinungen des erschwerten Schluckens oder Erbrechens, erschwerter Phonation wären zurückzuführen auf die mannigfachen Verbindungen zwischen Sym pathicus und Vagus, namentlich des Plexus cardiacus mit dem Nn. cardiaci des Vagus. Durch diese anatomischen Facta sind wir somit in den Stand gesetzt, uns die bei der Angina pectoris in verschiedenen Körpergegenden auftretenden Schmerzen und sonstige Beschwerden hinlänglich zu erklären. Was nun die Häufigkeit der Angina pectoris betrifft, so kommt sie glücklicher weise nur selten vor.