14 B, welche letztere sich in ihrem Anheftepunkt an’s sternum normal verhalten. Die sieben obern rechten Rippen von A und die sieben obern linken Rippen von B erreichen daher noch ihr zugehöriges Brustbein; anders verhält es sich aber mit den hintern Rippen der Missbildung, d. h. mit den sieben obern linken Rippen von A und den sieben obern rechten Rippen von B. Von diesen heften sich nur noch vier jederseits an ihr zugehöriges sternum, während die drei übrigen jederseits zu- sammenstossen und so an der Rückseite eine Art knorpeliges, beiden Körpern ge meinsames Brustbein formiren; die falschen Rippen verhalten sich überall normal. Vergegenwärtigen wir uns jetzt noch einmal die Form des Thorax, so sehen wir, dass beide Brustkörbe nicht wie beim normal gebauten Menschen nach beiden Seiten hinausgewölbt sind durch eine entsprechende Krümmung der Rippen, dass sie vielmehr nach dem zwischen beiden Individuen gelegenen Fixationspunkte aus gezogen erscheinen, entsprechend der beiderseitigen Abflachung ihrer Rippen. Den ken wir uns nun jedes Individuum getrennt, so würde nicht der grösste Durch messer des Brustkorbes zwischen zwei seitlichen Punkten der am meist o-ewölbten Rippen, sondern zwischen dem Endpunkt des sternums und der Wirbelsäule liegen. Ohne Zweifel wird die Abflachung der Brustkörbe, sowie die beiderseitige Defor mität derselben bei beiden Früchten besonders durch die Skoliose herbeigeführt. Von den Brusteingeweiden bieten zunächst die Lungen einige Abnormitäten. Die rechte Lunge des Individuums A ist deutlich in drei Lappen getheilt; man kann an ihr einen vorderen scharfen und einen hinteren stumpfen Rand unterschei den, ebenso ist auch die ausgehöhlte Basis entsprechend der Kuppe des Zwerch fells vorhanden. Bei der linken Lunge von A fällt uns ein sehr langer schmaler Oberlappen und ein sehr breiter Unterlappen auf. Den scharfen Rand finden wir nicht vorn, sondern hinten, entsprechend dem sehr spitzen Winkel, welchen die Rippen bei ihrem Ansatz an die skoliotische Wirbelsäule beschreiben. Der vordere Lungenrand ist abgerundet , und stumpf, und anstatt an der Innenseite die incisura cardiaca zu zeigen, wölbt sich hier der Lungenlappen sogar etwas vor. Beide Lappen laufen nach unten und vorn in eine ziemlich feine Spitze aus. Die Dreitheilung der rechten Lunge des Individuums B ist nicht vollständig ausgesprochen, da der Mittellappen nur theilweise durch eine Furche vom Ober lappen geschieden ist. Ihr vorderer Rand ist nicht so scharf wie der hintere und erscheint uneben und mehrfach gekerbt. Der hintere Rand ist wieder, entsprechend der Skoliose, scharf, die Aushöhlung der Lungenbasis wird nicht vermisst. Die linke Lunge zeichnet sich durch die Bildung eines langen, schmalen, nach seiner unteren Spitze zu sich stark verjüngenden Oberlappen aus, während der Unterlap pen sehr dick und massiv erscheint. Auch bei dieser Lunge finden wir eine Nische zur Aufnahme des Herzens nicht angedeutet.