17 v °n einigen Wochen bis Monaten) musste die Störung )3er Darmfunction so hochgradig Werden, wie wir sie bei dem Knaben vorfanden. Das ist also eine Ursache von tödtlicher Darmeinklemmung, wie sie unseres Bissens noch nicht beobachtet worden ist. Jedenfalls in der uns zu Gebote stehenden Literatur findet sich nichts Analoges, aus welchem wir Schlüsse auf unseren Fall ziehen ör mten, was um so mehr zu bedauern, da wir gezwungen sind, als Anlass der Zer- rei ssung eine Gewalteinwirkung hinzustellen, von den wir gar nichts wissen. Geber den "Verlauf der Krankheit möchten wir uns noch folgende wenigen ^'kritischen Bemerkungen erlauben: Der Ring in der Bauchwand, der beim ersten esuche rechts unten vom Nabel zu fühlen war, ist wohl zu beziehen auf den später gütlicher werdenden Kothabscess, der eben am nächsten Tage schon sich füllte, a urch als Tumor sich Vortrieb und als solcher bis zur Zeit der Incision hin be gehen blieb. ^ Die täglich erfolgenden Stuhlgänge erklären sich zum Theil aus den zahlreich stehenden Perforationen zwischen den verschiedenen Darmschlingen, zum grossen aber mögen die entleerten Massen Darmschleim und nicht Faeces gewesen sein, ^ enn dass trotz der Perforationen die Obliteration hochgradig war, geht sowohl aus ^ em starken Füllungsgrade der Därme noch in der Leiche, als auch besonders aus ^ em Auftreten bedeutender Indicanmengen im Harn hervor. Erst gegen das Ende er Krankheit und zwar auch schon vor der Entleerung der Därme durch die Koth- s t e l ist die Fortschaffung der Contenta in die unteren Darmabschnitte leichter ge worden und nach Anlegung der Kothfistel besonders dureh diese. Hierfür spricht ^üittial das Auftreten eines geformten Stuhles, mehr aber noch die Abnahme der üdicanmenge im Harn, denn nach den bisherigen Erfahrungen steht die Quantität 'Loses Stoffes im geraden Verhältniss zur Stärke der Obliteration des Darmlumens. Nähere Aufschlüsse über diese interessante Jaffe’scbe Entdeckung und eine Poetische Verwerthung derselben wird uns hoffentlich die nächste Zeit bringen. Zum Schluss unterlasse ich nicht, den Herren Professoren Heller und Edlefsen, jLo mir mit grosser Bereitwilligkeit den vorstehenden Fall zur Veröffentlichung über- J essen für die wohlwollende Unterstützung bei dieser Arbeit meinen Dank auszusprechen.