9 ■i v »a .ftdgmtoLiifadV jwdfy»»:»!.* irr giJügBünbucl H!»un.u'Iify« iptuüri <hik>r :iju >h i -ni ?i<l i'A» t'i'. '.M *!r. I'.üb 1^-i,'n.l/üu'l./r .ml .gpuiy>Uö <■>} Zur Genesis und Prophylaxis der Erblindungen. Die Blindenstatistik eines Landes bildet ohne Frage eine bemerkenswerthe Illustration seines Culturstandpunktes und speciell seiner hygienischen Entwicklungsstufe. Die letzten Volkszählungen in Deutschland bieten in dieser Beziehung sehr interessante Anhaltspunkte zürn Vergleiche mit hygienisch ungünstiger situirten Ländern. Bei spielsweise ist nach der Zählung vom 3. December 1807*) das Verhältniss der Blinden zu den Sehenden: in Preusseii bei 23,971,337 Einwohnern 1:1702, „ Brandenburg 2,716,022 „ 1 :2175, „ Schleswig-Holstein. „ 981,718 „ 1:1851, „ Mecklenburg „ 660,165 ,, 1:1193; dagegen 2 ) nach Zählung vom 31. Dec. 1865; in Finnland bei 1,842,248 Einwohnern 1:348, „ Norwegen „ 1,701,756 ,, 1:733, Und nach ärztlichen Berichten aus dem Kaukasus bei 4,506,531 Einwohnern 1 : ca. 900. Als Entstehungsursachen der so unverhältnissmässig häufigen Blindheit in den letztgenannten Ländern werden von ärztlicher Seite durchweg antihygienische Zu stände beschuldigt. In Finnland, wo jede 348ste Person absolut blind und jede 140ste Person halbblind, d. h. von derart geschwächtem Sehvermögen ist, dass sie grobe Druckschrift nicht mehr lesen kann, — ist es vorzugsweise das Trachom mit seinen Folgekrank heiten, welches das Sehvermögen der Einwohner zu Grunde richtet. Die Ursachen seiner häufigen Entstehung sind in den engen, nie gelüfteten, von Menschen, Rauch und Staub überfüllten Wohnungen u. dergl. unschwer zu erkennen, — ebenso leicht dt)',/ _. . ,t|^ fi ('«{' » G : • ••-:>;!/ Mit ’) Leider sind die Resultate der Blindenstatistik vom 1. Dec. 1871 noch nicht ‘erschienen.' 2 ) Cf. Zeltender, Klinische Monatsblätter ffir Augenheilkunde, 1870.