70 werth sind und zu den heiligen Worten [Xöyi«, der bibel] nicht stimmen; war er doch (y«e) der weiseste lehrer des erdkreises und unser ausgezeichnet [st]er vater; denn er schrieb (awiygcapf) richtiger und klarer, als irgend einer; nicht nur, dass er ein weiser redekünstler (päclä) war — das gab ihm ja die natur [schon] mit in (cam) die windeln — sondern er hat auch, weil er reich an begabung von oben her war, [so] genau wie möglich das mysterium der menschwerdung des eingebornen 5 sohnes Gottes erklärt;'und es giebt nichts was von ihm [herrährte], das nicht in’s wunderbare geht (cäbar): du magst ein buch nennen oder einen brief, eine aufgezeichnete erklärung oder eine gemein schaftliche Unterredung, kapitel oder anatheme — alles war genau, rein und aus den göttlichen Worten gefolgert, sodass sich’s wohl passt, davon zu sagen: „Wer ist weise und erkennt diese, und klug und versteht sie: dass grade sind die wege des herrn und die gerechten wandeln auf ihnen; 10 aber die frevler werden zu schwach sein auf ihnen“ [Hos. 14,10]. Möge nun solche kirchenstörung nicht auch [die wege] selbst derer, die in Wahrheit Christen sind, zertrampeln (nerpös), sofern ge wisse leute sie [die wege] aufgeben (anaXXctTJtiv), und nach belieben verwerfen, andrerseits den orthodoxen einhalt thun, ihnen harte arbeiten (camle) auferlegen, handschriften (ktäbät olde) abfordern (fol 95 r ) und sie zum schweigen zwingen; und insofern, dass ich so sagen soll, um die Ordnung der dinge ift wieder umzukehren, einerseits diejenigen leichtfertig (srlqäoit) schweigen, denen unser erlöser ge predigt hat: „Gehet hin und machet zu jungem alle Völker“ [Matth. 28,19]; andrerseits diejenigen zügellos reden, zu denen unser meister (rabban) und erlöser nothwendig gesagt hat: „Schweig, verstumme“ [Mark. 4,39], „Denn, wenn du Weisheit hast, so antworte deinem nächsten“, sagt die heilige schrift; „und wenn nicht, so sei deine hand auf deinem mund.“ Ausser dem gesagten betrübt 20 uns und die Aegyptische synode noch folgendes — denn indem ich an deine frömmigkeit schreibe, muss ich mit freimuth {na^Q^aCn) und liebe wie sie brüdern ziemt, jedes offen und zweifels ohne (dlä folläqä) darlegen; insonderheit was dem guten namen der [Christen]gemeine und den ver nunftbegabten heerden Christi förderung und nuzen bringt —: Nämlich unser durchlauchtiger (hhilä, ■yctXr^'uiaiog) und christliebender grosser könig Theodosios, der ein born der gottesfurcht, und 25 zwar ein beständig strömender, ist, hat auch jezt hestimmungen zu treffen geruht, mit welchen er die ganze erde unter dem himmel erquickt (bassem), und sie ganz voller gonuss und freude gemacht hat: in denen er gewisses befohlen hat betreffs der Schriften des Porfyrios 300 und Nestorios, der ihnen gleichgesinnten und ähnlich redenden, oder [betreffs] der denjenigen [sazungen] entgegentreten den, welche die beiden grossen und alleinigen (lhödäjatä) Synoden, das sind, die in Nikaia und so Efesos: beschlossen haben. Ausserdem hat er ferner (fol 95 v ) noch eine heilige und fromme entscheidung (psäqa, xptjyiofta) veröffentlicht, betreffend den lästerer und zweimal vorheiratheten Eirenaios, der ein frevler, ein unreiner und theilhaber der verderblichen ansicht des Nestor ios ist, und hat den atheisten aus der kirche von Tyros weit in die Verbannung geschickt, und sie von dem die heerden der Christen unaufhörlich anbellcnden und bedrohenden hunde befreit. W ährend 35 nun jene kirche sich schleunigst hätte schmücken und einen priester, welcher der Wahrheit rede recht zu brauchen (nctroji) versteht, und im stände ist, die dortigen gemeinden (Xaoi\ die wie von einem thiere zerfezt, wilden unterthan, und der böswilligkeit eines unechten (zeofänä) hirten gefangen gegeben sind, hätte annehmen sollen: haben wir [anstatt dessen] erfahren, dass sie verwitwet ist, und dass viele, hierdurch skaudalisiert, deine Vollkommenheit in keiner schmeichelhaften weise 4u (dlä qolläsä) erwähnen, weil sie befürchten, sie würden am endo («c«) durch solche langwierige Ver schleppung (mestadjänütä, nvußolri) zum zweiten mal jenem wolfe anverlobt werden: was, falls es (fott zulassen sollte, auch wir uns nicht wünschen (mejUbein), damit nicht wiederum giftkraut (ccqqärä damrärä) lästig emporschiesse, und viele dadurch verunreinigt werden. Ich fordere also deine gottesfurcht, die, wie ich meine, nicht ohne jene Weisheit ist, welche guten bitten von brüdern 45