I t n • T) ' Lieferant S. M. Schiffe Abt. II: Malzgold. Beliebtestes Familiengetränk Oermama-tfraiierei Kiels. — Hoher Extrakt Niedriger Alkohol. — Aerztlich empfohlen II. Abt. V. Allgemeine Nachrichten. Kiel im AM>tsraum des Polizeireviers, in dessen Be- i zirk Wohnung oder Aufenthalt genommen wird, in! den Gemeinde- oder Gutsbezirken des Polizeibezirks ^ bei dem Gemeinde- oder ,Gutsvorsteher. Wird die Ausstellung einer Anmeldebescheini gung verlangt, so ist tarn dem Antragsteller noch ein drittes Stück des vorgeschriebenen Meldeformulars einzureichen, welches abgeftempölt zurückgegeben wird. Letzteres darf jedoch seitens der Meldestellen nur dann geschehen, nachdem der sich Meldende sich hin sichtlich seiner Persönlichkeit durch Abmcldebeschemi- gung seines bisherigen Wohnorts oder durch sonstige Legitiniarionspapiere hinreichend ausgewiesen hat. Slvnnen derartige Papiere nicht aslsbuld beige bracht werden, so haben die Meldestellen sofort Er mittelungen nach der Persönlichkeit des sich Melden den anzustellen bezw. die Einholung einer amtlichen Auskunft zu veranlassen. Tie Verpflichtung des sich Meldenden, sich über seine Persönlichkeit und seine iSteuerverhältniss.' aus zuweisen, ist in den 88 6 bezw. 5 der beiden Pvlizei- verordnungen besonders betont. Kür die von den Anstaltsleitern einzureichenden Meldungen können Listen der bisher gebräuchlichen Art, welche den Nennen, Stand und den bisherigen Mohn- oder Aufenthaltsort des Ausgcnonnnencn ent halten, auch weiterhin verwendet werden. Diese Listen sind auch aus den ländlichen Bezirken der Königlichen Polizei-Direktion direkt einzureichen. Da die gemäß Verordnung voui 17. April 1811 bestechende Anmeldeverjpflichtung der Gast- und Her bergswirte auch fernerhin unberührt bleibt, so behält es auch bei der bisherigen Form .der Einreichung der Femdentisten sein Bewenden. II. Ummeldung. Wvhnungs- oder Aufenthaltswechsel innerhalb des Stadtbezirks Stiel oder innerhalb eines zum Pölizetbezirk Kiel gehörigen Gemeinde- oder Guts bezirks ist gleichfalls schriftlich in mindestens zwei Stücken des amtlich eingeführten weihen „Ummetde- scheins" binnen 3 Tagen anzumelden. Die Meldung erfolgt im Stadtbezirk Kiel im Amtsraum desjenigen Polizeireviers, .in dem die neubezogene Mahnung liegt, (also nicht mehr, wie bisher, auch im Bureau des Reviers der bisherigen Wohnung), in den Gemeinde- und Gutsbezirken des Pojlizcibezirks Kiel bei den Gemeinde- bezw. Glutsvor sichern. In beachten ist, daß diese Art der Meldimg mir bei Umzügen innerhalb der einzelnen Gemeinde- oder Gutsbezirke zulässig ist, daß dagegen, bei dem Umzug von einer Gemeinde des Polizeibezirks Kiel in eine andere die gemäß 8§ 1 und 2 der La ndespolize «Ver ordnung vorgeschriebene Ab- bezw). Anmeldung zu er folgen hat. Als AuSlveis über die erfolgte Ummeldung wird ans Wunsch ein von dem Antragsteller auszufüllendes 3. Formular .des „Ummeldescheins" von der Mcikde- stelle abgestempelt zurückgegeben. Personen, die sich üb>er ihre Persönlichkeit nicht ariSweiscn können, ist der „Ummeldeschein" erst nach erfolgter ausreichender Legitimation auszuhändigen. Auch hier besteht die im 8 6 der Polizeivcrord- nung vom 21. März 1905 angeführte Meldoverpflich- tung der Wohnungsgeber neben der des Umziehenden. III. Abmeldung. Wer seinen Wohnsitz oder dauernden Aufenthalt im Stadtbezirk Kiel oder einem Guts- od. Gemeinde- bezirk des Polizeibezirks Kiel aufgibt, hat sich und die zu seinem Hausstand gehörigen Personen vor dem Abzug, spätestens aber am 6. Tage danach schrift lich abzumelden. Die Meldung hat in drei Stück des .amtlich ein geführten grünen „Abmeldescheins" zu erfolgen, und zwar im Stadtbezirk Stiel im Amtsraum des Po lizeireviers des aufgegebenen Wohnsitzes oder Auf enthaltes, in den .Gemeinde- oder Gutsbezirten bei -den zuständigen. Gemeinde- oder Gutsvvrstehern. Das eingereichte dritte Stück wird .dem Mel denden abge^empeit zurückgegeben und dient als Ab zugsattest zur Legitimation des Verziehenden bei der Behörde des neuen Wohnortes. In Ermangelung einer Meldung des Verzie henden ist auch hier der Wvhnungsgeber zur Diiel- dung verpflichtet. Die Meldest)rmulare sind in Zukunft verschie denfarbig, und zwar sind die „Anmeldescheine" rosa farben, die „Ummeldescheine" weih, die „Abmelde scheine" grün. Die Größe entspricht der der bisherigen im Polizeibezirt Stiel gebräuchlichen Ateldezettel. Es wird darauf hingewiesen, das; Meldungen, die unvollständig sind oder sonst den Erfordernissen nicht genügen, als nicht erstatte gelten und zu wie derholen sind. Zum einjährig-freiwilligen Militärdienst sind Meldungen behufs Zulassung zur Prüfung im allgem. frühestens nach vollendetem 17. Lebensjahre und spä testens bis zum 1. Februar des Jahres, in welchsem der Bewerber das 20. Lebensjahr vollendet hat, bei der Prüfungskommission für den Aufenthalt anzu bringen. Gesiickstanlagen: a. Geburtsschein, b. Einwilli gung des gesetzlichen Vertreters mit der Erklärung*), daß für die Dauer des einjährigen Dienstes die Stosten des Unterhaus, mit Einschuß der Sivsten der Aus rüstung, Bekleidung und Wohnung, von dem Be werber getragen werden sollen; statt dieser Erklärung genügt die Erklärung des gesetzlichen Vertreters oder eines Dritten, daß er sich dem Bei ix ober gegenüber zur Tragung der bezeichneten Stosten verpflichte und daß, solveit die Sivsten von der Militärverwaltung bestritten iverden, er sich dieser gegenüber für die Ersatzpflicht des Bewerbers als Selbst schuldn er ver bürge. Die Unterschrift des gesetzlichen Vertreters oder des Dritten, soivie die Fähigteit des Bewerbers, des gesetzlichen Vertreters oder des Tritten zur Bestrei tung der Sivsten ist obrigkeitlich zu, bescheinigen. Ucbernimml der gesetzlickie Vertreter oder der Dritte die in dem vorstehenden Absätze vezeickMetcn Ver bindlichkeiten, so bedarf seine Erklärung, sofern er nickst sckstin traft Gesetzes zur Gewä.hruug des Unter halts verpflichtet ist, der gerichtlicherr oder notariellen Beurkundung; e. ein Unbescholtenhcitszeugnis, wel ches für Zöglinge von höheren Schulen durch den Di rektor der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizeiobrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienst behörde auszustellen ist. Sämtliche Papiere find im 'Original einzu reichen. Außerdem bileibr die wissenschaftliche Be fähigung für den einjährig-sreiwillgen Dienst noch nachzuweisen. Dies kann entweder durch Beibrin- I gung von Schulzeugnissen oder .durch Ablegung einer Prüfung vor der Prüfungskommission geschehen. •) Bei Freiwilligen der seemännischen Bevölkerung genügt die Einivillignng de» gesetzlichen Bcr weters,