30 — $o]£jann Ärummenbtf bert gräflichen ^Beamten ber 3h e h oer SSogtet su felgen, biirfte tuohl richtig fein, ba fonft, toenn bie beiben sulefst genannten Dörfer in bem 5ßerpltni§ ber ©runb» l^errlidEjfeit su ihm geftanben hätten, nid£)t eingufeE)ett märe, marurn er hefonberg, im ©egenfah s u ^en übrigen SSafatten, aufgeboten tourbe. demnach haben bie genannten fünf SÜrcfp fftiele mofjl bie bamalige SSogtei ^hehoe gebübet. ] ) 2)ie ütemper Sßarfdh toar 1273 an bie Bieter ©rafem linie gefallen. 1293 hatte Johann II. hier einen Beamten, ber alg advocatus in palude beseidfnet toirb. * 2 * ) Später aber ift bie§ ©ebiet an ©erharb II. bon ber planer Sinie toerftfänbet. ®enn im ^ahre 1307 8 ) geftattet er bem ©rafen ^oEjartn bie ©inlöfung ber 9ttarfch. 4 ) @g toerben folgenbe Äird)fpiele alg basu gehörenb aufgesählt: Haie (|>ohenfeIbe), §orft, üfieuenbrof, Äremfte, 97euenfirif)en, SöorsftetE), ©überau, tpeiligenftcbten unb Hole. ®ie ©inlöfung fd^eint aber nicht ftattgefunben su haben, benn aucf) nach 130? hat ©raf ©erharb II. Urfunben für bie ällarfch auggeftellt. 5 ) 1316 fdfeint fie fchon in tollem 23efih (Schöffen fteben, ebenfo bezeichnet finb. — Stufe, Salfö Slrcfeib III (1844), S. 632, hält ben Sofeann firummenbif für ben Schulden biefer Slircfefpiele, toasi hoch toofel nicht angängig ift. *) Stach einem Bericht beb Steinburger Stmtmannb bom ijafere 1687 toerben alb Stircfefpiele ber Söilftermarfch biefelben fünf genannt: Wüster, Beyenfleth, Wewelsvleth, Brokdorf nnb St. Margarethen. gMtö Samnt» langen II, 398. — a ) H. II, 825. s ) H. III, 156. — $etleffen, a. a. 0. S. 263, behauptet, bafe bie Stremper SJtarfcfe an Slbolf VI. bon ber Sdfeauenburger Sinie berpfänbet getoefen fei. Sßie foHte aber bann ®erfearb II. baju fommen, bie ©inlöfung zu geftatten? (Ss peifet nämlich aubbrüälicf): Nos Gherhardus . . . recognoscimus . . . quod nos omnem paludem . . . comiti Johanni . . . restituere tenemur . . . Slufeerbem feiten toir beb öfteren Johann II. unb ©erharb II. gemeinfam für bie SJlarfcf) Urtunben aubftellen (H. III, 135, 162) unb nach 1307 and) ©erharb «Hein (H. III, 181, 232), Slbolf bon ber Scpauenburger Sinie aber niemalb. 4 ) Qm felben Safere 1307 ift auch jum erften SJtal bie Steinburg ertoäfent (H. III, 162). — $ctlcffen, a. a. 0. S. 258, meint, bafe bie Stein» bürg erft bon 3ofeann III. bon ber Sßlöner Sinie erbaut fei. Siefer ift aber erft nach bem Sbbe feineb SJaterb 1312 in ben SJefife biefer ©ebiete gelangt. — Ser Herausgeber ber Urfunbe begtoeifelt freilich bereit ©d)t= heü, ofene febocfe ©rünbe anjugeben. — 6 * ) f. Sinnt. 3.