32 Dritter Abschnitt. c) Erst wenn aller Boden Monopolbesitz geworden ist 1 ), gibt es eine allgemeine Rente. Wann dieser Fall eintritt, ist für jedes Land lind für jede Zeit quaestio facti.. Mit jenen anderen Stellen zusanimengehalten, kann diese Ausführung unmöglich anders gedeutet werden, als daß Diehl von dem Augenblicke an, wo nicht mehr „Boden zur freien Verfügung der Ansiedler steht“, allen Boden zum „Monopolbesitz“ werden läßt, der eine allgemeine, d. h. absolute Rente, eine Monopol-Preis rente erhält. Diehl steht mit dieser Meinung nicht allein. Unter andern ver tritt auch Lexis die gleiche Auffassung. Wir zitieren aus seiner schon angeführten kritischen Abhandlung „Zur Kritik der Rod- bertusschen Theorien“ eine sehr charakteristische Ausführung 2 ): „Sehen wir . . . von dem unmittelbaren Gebrauchswert und dem dadurch bedingten Verkehrswert des okkupierten Bodens ab und betrachten denselben nur als Produktionsmittel der notwendigsten Lebensbedürfnisse. Es ist einleuchtend, daß er auch als solcher einen Preis erhalten muß, sobald es in dem betreffenden Gebiete nicht mehr möglich ist, konkurrenzfähigen freien Boden u n e n t - g e 111 i c h in Besitz zu nehmen. Wir nehmen dabei zunächst an, daß der ganze Boden des Gebiets von gleicher Güte ist. Solange unterdieserVoraussetzungdie Okkupation nicht voll ständig ist, haben die Grundstücke noch keinen Kapitalwert, und ihre Besitzer beziehen keine privatwirtschaftliche Grundrente, sondern haben nur vermöge ihres Kapitalbesitzes Anteil an der Gesamtrente der Unternehmerklasse. Ist aber kein freier Boden mehr übrig, und nimmt die Bevölkerung weiter zu, so entwickelt sich die privatwirtschaftliche Grundrente. Denn es ist unzweifel haft, wenigstens von einem gewissen Punkte an, nicht mehr mög lich, den Ertrag eines begrenzten Grundstückes fortwährend pro portional dem aufgewandten Kapital zu vermehren. Die Grund besitzer werden also dann imstande sein, für ihre Produkte Preise aufrechtzuerhalten, in denen außer ihrem Kapitalgewinn auch noch 0 Im Original nicht gesperrt. 2 ) 1. c. S. 470. Im Original nicht gesperrt.