46 bestandteile übersah er, da er das Binnenbläschen wahr scheinlich einer nur flüchtigen Untersuchung unterzog. Das Extrakapsularium, von dem er eine besonders aus führliche Beschreibung gibt, ist das für die Gattung Thalassi- colla typische; es enthält Pigmentkörner, gelbe Zellen und viele oft sehr grosse Alveolen. Zwischen diesen breitet sich das extrakapsuläre Protoplasma aus und erstreckt sich von dem in der Nähe der Zentralkapsel gelegenen Pseudo podienmutterboden in dünnen Strahlen weit nach aussen. Die Verschiedenheiten in der äusseren Erscheinung, wie Grösse und Pigmentfärbung, ferner im Bau der Zentralkapsel mit seinen Oelkugeln und Konkretionen führt Haeckel auf Altersunterschiede und Variationsbildung zurück. (Nur eine Spezies, Th. zanclea, trennte er von Th. nucleata — die andere Von Th. nucleata gesonderte Th. pelagica hat Brandt zum Typus einer besonderen Familie erhoben. Th. zanclea ist nach seiner Diagnose schwer wiederzuerkennen; sie scheint weder im Material der Planktonexpedition, noch unter den übrigen Thalassicolliden, die mir zur Verfügung standen, enthalten gewesen zu sein; wenigstens fand ich kein Exemplar mit so geringem Durchmesser, wie ihn Haeckel für seine Th. zanclea angibt). Auch Hertwigs Th. nucleata umfasst mehrere, jetzt getrennte Spezies; denn das Binnenbläschen z. B., das Hert- wig (1876 Taf. 111, Fig. 11) äbbildet und als das „einer jungen Thalassicolla im frischen Zustand“ bezeichnet, gehört höchst wahrscheinlich einer Th. pelagica an. So wie Hertwig die Chromatinfäden als „mäandrisch gewundenen Körper, welcher den Binnenraum zum grossen Teil ausfüllt“, schildert, erscheint die Verteilung des Chromatins im Kern von Tha lassicolliden 'niemals. Dass auch die typische Th. nucleata sich in seinen Fängen fand, zeigen Figuren der Tafeln IV und V, in denen man das Chromatin so verteilt sieht, wie es zu Beginn der Anisosporenbildung bei Thalassicolla geschieht. — Später spezialisiert Hertwig die Beschreibung der Th. nucleata etwas, indem er als wesentlichen Bestandteil