kugeln und sogenannten Eiweisskugeln mit ihren Konkre tionen, in der Beschaffenheit des Plasmas usw. zeigen die verschiedenen Thalassicolliden eine solche Mannigfaltigkeit, dass auf Grund derselben eine Einteilung in Spezies duchaus möglich ist. Vor allem der Kern ist es, der sich je nach der Spezies bei der Sporenbildung verschieden verhält. Er zeigt wie jeder andere Zellkern eine Zusammensetzung aus be sonders 3 Substanzen: chromatischer Substanz oder Nucle- olen, — achromatischer Substanz oder Grundmasse des Kern inhalts — und Kernsaft (nach Verworn). Unter Benutzung dieser Unterschiede und nach Studien an lebendem Material lässt sich dann eine Gruppierung der einzelnen Spezies in Gattungen ausführen, wobei auch 1 die Besonderheiten des Extrakapsulariums berücksichtigt werden müssen. Diese kommen als untergeordnete erst an zweiter Stelle in Betracht, während die Uebereinstimmun- gen im Bau des Zentralkapselinhalts, bei Bildung der Sporen vor allem, zu berücksichtigen sind. Historische Uebersicnt über die Thalassicollidenforschung. Die ersteThalassicollide hat Huxley 1851 als Tha lass i c o 11 a nucleata beschrieben. Zur Gattung Thalassi- eolla rechnete er ausserdem Th. punctata Huxl., die später als koloniebildende Radiolarie in einer anderen Ordnung unterge bracht worden ist. Die Schilderung der Th. nucleata ist recht genau. Huxley hat bereits eine zentrale Masse von einer sie einhüllenden Vakuolenschicht unterschieden, welche beide sich durch Druck von einander trennen lassen. Der Inhalt der inneren Masse besteht aus einer sehr zarten Blase (Nucleus?), fein granulierter Grundsubstanz, verschie den grossen Oelkugeln und anderen Zellen, über deren Natur er sich nicht einig ist. — Er hielt Th. nucleata für ein Einzelindividuum seiner (polyzoen) Th. punctata, kann aber für seine Vermutungen keine Beweise anführen.