301 XXXIV. NAßRATIO DE OCCUPATIONE GOTLANDI.Æ. lange bas ym Swen Sture das landt Gotlandt und alle dy slosse inantwerte und ward do methe des ko- nigis Albrechts mank. Dornoch etliche cziet starb des konigis zon herezog Eryk 1), do was dy frauwe von koer Swen Sture czu eyine howptmannem) obir das landt und do czu geleyte alle dy Vytalgen brüder off das land und rou- beten do den gemeynen kowffman und lis kundegen in alle landt by der zehe den vytalgen bradent, wer do rouben weide umme dy helffte syner frouwen der herzogynne und ym, der sulde enhalt haben off den slossen czu Gotlandt, also Landeskronen) und Sleyto), und das treben sy manche cziet, und thoten dem kowffmanne unvorwintlichen schaden, als das wol czu bewisen stet. Also das manche cziet gewert hatte, und der gemeyne kowffman nemelich das landt czu Prüsen und Leyfifland alezu grosen schaden entfingen von den seheroubern, dy czu Gotland logen und das selbige landt beweldiget betten, wend ys mitten in der sehe lyet, und ummelang gros gut roubeten und nomen, und nymand ichtes dorczu thet, do schreyb der Homeister dem konige czu Sweden mit sunderlichen begerunge yn fleyseclich bittende, das her geruchte dorczu czu thunp), das syne lüthe nicht so groslich beschediget worden, und ouch weide beholffen dorczu syn und das unrecht nicht gestaten weide, das dy serouber alzo us syme lande den gemeynen kowffmann roubeten. Der konig schreyb dem homeister widder eyne antwert, wy der serouber also veil woren uud das land Gotlandt als beweldiget hetten, das her dorczu nicht gethun mochte, noch mochte sy von dannen vor- tryben, noch ymande rechts widder sy helfen, alzo hilden die serouber das landt mit gewalt inne. Dornoch ethliche cziet wart der konig czu rate, das her synen vetter herezog Johan von Mekilburg mit etlichin lüthen aldar sante, der desse ungenode gestoret zulde haben noch alzo von den seroubern q) und qwam in dy stad czu Wisbü und hette mit den bürgern gerne etwas dorczu gethan, doch zo hatten sy is keyne macht, wend Swen Sture der howptman der Vytalgen brüder was veyl starker, wen sye, wend her reyt vor dy stad und in dy stadt wen her wolde, und sy musten yn vorkowffen und geben, was her haben wolde us der stadt, und roubeten dornoch der cziet dy sehe zerer und mer wen vor, und. besehac- zten dy lüthe wy sy wolden und vortrenkten manchen man. Dornoch zo nom der gemeyne kowffman alzo gar grosen schaden, benemelich das landt czu Prüssen und Lyeffland, und zulden ys lenger haben gestaden, das ys unvorwintlieh wer gewest, und hyezu wolde nymandt ichtes thun, der dese ungenode hülffe widdir kerenr), des zo wart der homeister czu rathe mit synen gebitigern und mit synen steten, das her dys meynte czu stören, und lys usrichten wol LXXXIJII schiff cleyne und gros, und lys dy vol vytalgen s) und dorin thun büchsen und pulver, und was das man bedorffte und bedarf czu orley, und saezte dorin 1I1I M man czu harnisch und gab yn methe in dy schiff 1111° pherd t), ob yn got hülffe, das sy das land gewunnen, das sy das land do methe bereyten und be- crefftigen mochten, wol ist ys eyn weyt weg us czu segeln us der Weysel, do unser homeister dy schiff lis ussegeln bas zu Gotlandt, vumffcig deutsche mylen obir sehe czu segeln, und desse grose koste thet der homeister alleyne umme den willen, das her beschirmen mochte den gemeynen kowffman und syn landt czu Prüssen und Lyefflandt. Dornoch halff got, das des homeisters volk quam mit allen yren schiffen vor das landt Gotlandt a) und zegilten in eyne habe V, dy do keyst Garns), do das raubslos vor lag, das do heyst Landeskrone, do von aller schade geschach, do halff yn got, das sy do off sprengeten off das land beyde mit pherden und mit lüthen, und gewunnen do das landt, und horten do sagen, wy das Swen Sture mit den vytalgen brüder in dy stad wer gekomen czu herezog Johan mit herezog Erykfs] frauwe, und hatten den bürgern entweldi- get beyde torme und thory), und als das sye hatten und woren zelben der stad weldig, und machten und hatten willen alle dy bürger mit wybe und kyndern, und alle prysterschafft us der stad czu tryben, und wolden eyn erbroubslos von der stad haben gemachet. Dornoch zo woren«) dy gebitiger und dy howptlüthe, dy der Homeister hatte usgesandt, und quo- men vor dy stad, so das herezog Johan und Swen Sture czu yn herus qwomen und sprochen mit yn, so das man herezog Johan beschuldigete, worume her dy serouber hilde, hussete und hovetea), und bath yn, k) Jam in mense Jnnio an. 1397 Sven Sture partem Magnipolensium fovet (Styffe 1. c. IX). 1) Die 27 Julii an. 1397 in Gotlandia (v. supra Tom. I. 1. pag. 46). m) Corrupta enuntiatio forte ita restituenda est: do "was von der frouwe koer Sven Sture czu einem houptmanne gemaket; i. e. vidua Erici Svenonem Sture capitaneum elegit. n) Castrum, quod Ericus dux anno superiori prope Klintehamn in litore occidentali Gotlandiæ ædificaverat. o) Slite in orientali litore insulse. p)Ut efficere conaretur. q) Aliquid deest; forte legendum: welche noch also von den seroubern gemaket ward. r) Inex cusabile fuisset, si id diutius passi essent, neque (tamen) quisquam ad has injurias avertendas ullam opem ferre voluit, s) Victualia comparare. t) De magnitudine expeditionis scriptores discrepant; cfr. Voigt, Geschichte Preussens, VI. pag, 108. u) Post mediam qvadragesimam (= Dominica Lætare, d. 17 Martii) expeditio Vistulam reliquit (v. supra pag. 204); d. 21 Martii and Gotlandiam venit (v. Tom. I. 1. pag. 46). v) Hafen, portus. x) Hodie Vestergam prope supradictum Klintehamn. y) Chronologia Wisbyensis (supra Tom. I. 1. p. 46) narrat, Johannem ducem et Sveno nem Sture duas turres urbis Wisby d. 20 Martii armata manu obtinuisse. «) Pro voren. a) Hospitium dedit. Tom. Ill I- 76.