6 sehe Bacillus, dagegen nur 11 mal der Pfeiffersche gefunden. Wenn man darüber unterrichtet ist, wie schwankend doch immerhin die Ergebnisse der vielen morphologischen und biologischen Untersuchungen über jeden einzelnen dieser * beiden Bacillen sind, und wie wenig konstant deshalb auch ihre Unterschiede sein können, so begreift man die Schwierig keiten, die der Lösung jener Frage im Wege stehen, und ( man wird gut tun, sich vorläufig mit der Auffassung zu frieden zu geben, daß es sich hier um zwei.einander außer ordentlich nahestehende Varietäten ein und derselben Art handelt. Nun kann zwar diese Frage eine größere Bedeutung nur bei den Erkrankungen der Coniunctiva beanspruchen. Denn in den übrigen Teilen des Auges, abgesehen höchstens noch vom Tränenapparat, ist das Vorkommen sowohl des Pfeif fer’scheu wie des K och-W eek'sehen Bacillus nach den bekannt gewordenen Ergebnissen der bisherigen diesbezüglichen Untersuchungen ein so relativ seltenes, daß uns jene bakteriologische Differentialdiagnose in statistischer Hinsicht gleichgültig lassen kann. Immerhin wollte ich, bevor ich meine Mitteilungen über einen in der Kieler Uni versitätsaugenklinik zur Behandlung gekommenen Fall von Panophthalmie durch Infektion mit Influenza-Bacillen mache, diese ganze Frage qicht unerwähnt lassen, um die Unsicher heit zu bekennen, in der sie hinsichtlich einer durchaus unanfechtbaren bakteriologischen Diagnose natürlich auch mich lassen muß. Ich werde mich aber, um der Unbequemlich keit dieser Unsicherheit wenigstens nach Möglichkeit aus dem Wege zu gehen, dem praktischen Vorgehen von Casali') anschließen, der in einem gleichen Falle unter Hervorhebung des konstantesten biologischen Merkmals nicht von einem specifischen Influenza-Bacillus, sondern vorsichtig nur von dem »hämophilen Pf eif f er'sehen Bacillus« spricht. Wie schon bemerkt, gehört die Lokalisation der In- i ') Casali. Anali di Ottalmologia. ]!>07, XXXVI. Fase 1—2.