15 Zusammenfassend möchte ich folgendes hervorheben: 1) Die isolierten Meningokokken stimmten durchaus mit der schon von Weichselbaum gegebenen Schilderung überein. Insbesondere fand keine Abänderung der Eigenschaften bei der Weiterzüchtung statt. 2) Zwei echte Meningokokkenstämme verhielten sich auf ver schiedenen Zuckernährböden anders, als es nach v. Lingelsheim typisch ist. 3) Auch Sera, die nicht von Genickstarrefällen herrührten, aggluti- nierten Meningokokken in Verdünnungen 1 : 30 bis 1 : 100. Es sind darum solch niedere Agglutinationswerte nicht für Meningokokkeninfek tion beweisend. 4) Aus drei Cerebrospinalflüssigkeiten wurden zwei etwas verschie dene Arten polymorpher Bakterien gezüchtet, über deren ätiologische Bedeutung für die bestehende Meningitis ein sicheres Urteil nicht ab gegeben werden kann. Zum Schluß ist es mir eine angenehme Pflicht, Herrn Geheimrat B. Fischer meinen ergebensten Dank auszusprechen für Ueberlassung des Materiales und für freundliches Interesse an meiner Arbeit; auch möchte ich Herrn Dr. Reiner Müller für mannigfache Anregung danken. Literatur. Albrecht u. Ghon, Geber die Aetiologie und pathologische Anatomie der Meningitis cerebrospin. epid. (Wien. klin. Wochenschr. 1901.) , Zur Frage der morphol. u. biol. Charakterisierung des Meningococcus intracell. (Centralbl. f. Bakt. etc. Abt. I. Orig. Bd. XXXIII. 1903. p. 49b.) Bettencourt u. Franca, Ueber die Meningitis cerebrospin. und ihren spezifischen Erreger. (Zeitschr. f. Hygiene. Bd. XLVI. 1904. p. 463.) Burk, Untersuchungen über Bakterien der Coli-Gruppe. (Centralbl. f. Bakt. etc. Abt. I. Orig. Bd. XLV. 1907. p. 577.) Ditthorn u. Gildemeister, Die im hygien. Institut in Posen in der Zeit vom Nov. 1905 bis Mai 1906 ausgeführten Genickstarreuntersuchungen. (Klin. Jahrb. Bd. XVII. 1907. p. 95.) Faber, Bakt. Untersuchungen von Fällen epidem. Cerebrospinalmeningitis in Kopen hagen im Sommer 1898. (Zeitschr. f. Hygiene. Bd. XXXIV. 1900. p. 253.) Flügge, Die im hygien. Institut der kgl. Universität Breslau während der Genickstarre epidemie 1905 ausgeführten Untersuchungen. (Klin. Jahrb. Bd. XV. 1906. Heft 2.) Heubner, Aetiologie und Diagnose der epidem. Cerebrospinalmeningitis. (Deutsche med. Wochenschr. 1896. p. 423.) , Noch einmal der Meningococcus intracell. (Jahrb. f. Kinderheilk. Bd. LVI. 1902. p. 359.) v. Hibler, Bakt. Bericht über 3 Fälle von Cerebrospinalmeningitis. (Wien. klin. Wochenschr. Bd. XX. 1907. No. 32. p. 190. Jäger, Zur Aetiologie der Meningitis cerebrospin. epidem. (Zeitschr. f. Hygiene. Bd. XIX. 1895.) Epidem. u. Bakteriologisches über Cerebrospinalmeningitis. (Deutsche med. Wochenschr. 1899. p. 472.) Kister, Ueber den Meningococcus intracell. (Centralbl. f. Bakt. etc. Bd. XX. 1896. p. 148.) Kolle u. Wassermann, Untersuchungen über Meningokokken. (Klin. Jahrb. Bd. XV. 1906. p. 507.) 0 Lepierre Subsidio para o estudo do menmgococco. (beparata do movimento medico. Coimbra 1902. Bef. Centralbl. f. Bakt. etc. Ref. Bd. XXXV. 1904. p. 43.) v. Lingelsheim, Die bakt. Arbeiten der kgl. hygien. Station zu Beuthen während " der Genickstarreepidemie in Oberschlesien, Winter 1904 u. 1905. (Klin. Jahrb. Bd. XV. 1906. p. 373.)