6 Zitronensäure: 100 ccm dest. Wasser 0,1 g KH 2 P0 4 0,1 g MgS0 4 + Aqua V 4 g Ammoniumnitrat und 2, 5, 6 oder 8 g Zitronensäure. Na 2 C 0 3 : 100 ccm dest. Wasser 0,1 g K 2 HP0 4 0,1 g MgS0 4 -f- Aqua v 4 g Ammoniumnitrat 3 g Traubenzucker mit 2, IV2, 1, V4 und 0,15 g Na 2 C0 8 (immer ohne Kristallwasser). Es wurde diese Lösung mehrmals kurze Zeit im Dampftopf sterili siert. Dabei wurden die Lösungen bis V 4 Proz. hell gelblichbraun, die höheren dunkelbraun durch Karamelbildung. Vs-proz. Na 2 CO s -Rohrzucker und V 8 -proz. Na 2 CO3-Traubenzucker wurden entsprechend her gestellt. Tannin: 10 oder 25 g Tannin wurden gelöst in: 100 ccm dest. Wasser 0,1 g KH 2 P0 4 0,1 g MgS0 4 -jf- Aqua y 4 g Ammoniumnitrat 3 g Rohrzucker Die Lösungen wurden nur sehr kurze Zeit auf 100° erhitzt. Ich untersuchte das Wachstum auf Tannin, um damit der Frage näher zu treten, ob Gerbstoffe, wie allgemein angenommen, nur die Fäulnisbakterien abhalten, oder ob sie auch als Schutzmittel gegen Schimmelpilze, also speziell Penicillium-Arten, zu betrachten sind. Milch: Milch wurde einmal kurze Zeit im Dampftopf bei 100°, dann am nächsten Tag im Autoklaven bei geringem Ueberdruck noch mals einige Minuten sterilisiert. Wenn bei den Nährlösungen nichts anderes angegeben ist, wurden sie im Autoklaven bei 130° y 2 Stunde sterilisiert. Von den flüssigen Nährmedien wurden immer je 50 ccm in Erlen- meyersche Kolben gegossen. 1. Penicillium kiliense n. sp. Der Pilz wurde mir von befreundeter Seite als P. italicum zu gestellt; bei näherer Untersuchung zeigte sich aber, daß eine andere Art vorlag. Die eigentliche Herkunft war nicht zu ermitteln. Mikroskopische Untersuchung. Die Dicke der vegetativen Hyphen und ebenso der Konidienträger schwankt zwischen 2,4 und 3,5 /.i, meistens beträgt sie 3,0 [i. Zellen länge 33 |U (22—38 n). Der Konidienträger zeigt einen kräftigen, etwas gedrängten Bau, besonders die Basidien, die bei einer Breite von 3,5 /t nur 10—12 lang sind. Die Sterigmen sind zum Teil flaschenförmig, unten abgerundet und ziemlich breit, oben schnell verjüngt, zum Teil sind sie aber auch gleichmäßig breit. ^ Sie sind ebenfalls verhältnismäßig kurz und kräftig, Länge 10 /n. Die Konidien werden durch eine Quer wand am engen Hals abgeschnürt. Sie sind zunächst elliptisch und