4 Zwecks mikroskopischer Untersuchung wurde das Material immer in Alkohol abgespült, um die überreichlichen Konidien fortzuschaffen und eine gleichmäßige Benetzung zu ermöglichen. Darauf wurde dann in einer Mischung von Glycerin und Wasser beobachtet. Bei dem Impfen wurde darauf gesehen, immer nur von frischen aber ausgereiften Kulturen abzuimpfen und durch gelegentliches Wieder herstellen derselben Lösungen die Konstanz der Wachstumserscheinungen zu erweisen. Auf möglichst gleichmäßiges Impfen wurde geachtet. Zusammensetzung und Herstellung der Nährmedien. Es wird stets der Name vorangestellt, mit dem das Substrat in der weiteren Ausführung kurz bezeichnet ist. Aus rein praktischen Gründen ist dabei manchmal eine Bezeichnung gewählt, die nicht genau richtig ist (z. B. 6-proz. Zitronensäure), sich aber durch Kürze empfiehlt. Gewöhnliche Gelatine: 50 g Gelatine 500 ccm destilliertes Wasser 6 g Pepton Witte 4 g Fleischextrakt (Liebig) Die Mischung wurde nötigenfalls durch CaC0 3 neutralisiert. Zuckergelatine: Gewöhnliche Gelatine mit Zusatz von je 2,5 g Traubenzucker auf 100 ccm Wasser. 6-proz. saure Gelatine: 6 ccm Normalschwefelsäure wurden zu 100 ccm gewöhnlicher Gelatine hinzugesetzt. 2-proz. alkalische Gelatine: entsprechend 2 ccm Normal natronlauge. Würzegelatine: 8g Gelatine zu 100g Brauereiwürze. Lackmusgelatine: Rote Lackmusgelatine war durch Normalsäure schwach gesäuerte und durch Lackmuslösung rot gefärbte Zuckergelatine. Entsprechend wurde blaue Gelatine hergestellt. Kartoffel: Scheiben von sorgfältig gereinigten Kartoffeln wurden an aufeinander folgenden Tagen 2—3 mal im Dampftopf je 1 / 2 Stunde sterilisiert. Simonsbrot (das bekannte im Handel käufliche Schrotbrot), Zitronenscheiben und Möhrenscheiben wurden ebenso wie die Kartoffel behandelt. Reis: Je 20 g Reis wurden in einem großen Kolben mit 100 ccm destilliertem Wasser 30 Minuten gekocht, dann am nächsten Tage noch V 4 Stunde im Dampftopf sterilisiert. Traubenzuckerlösungen. Lösung I: “ 100 ccm dest. Wasser 0,1 g KH 2 P0 4 0,1 g MgS0 4 + Aqua V 4 g Ammoniumnitrat 3 g Traubenzucker Lösung II: I durch dest. Wasser auf das doppelte Volumen ver dünnt. Schwach alkalische Traubenzuckerlösung: K 2 HP0 4 statt KH 2 P0 4 . NeutraleTraubenzuckerlösung:! neutralisiert durch CaC0 3 .