Wz. wie in lat. pro, gr. nqo. Die ursprüngliche Form im Urgerm. ist unsicher; man vermutet ein *forai = gr. naqat mit dativisch. Endung (N- E. D.). äer lice früh, anjlice ähnlich, in lice innerlich, ofer lice un- gemein. sellice, syllice, seldlice, wunderbar, ausgezeichnet (zu got. silda-leiks). (ge)sin'llce oft. sin- ist nur in Kompositis vorhanden als Präfix mit der Bedeutung »immer«, cf. sin-gäl. slpillce spät, sundor-, synderllice abgesondert, aet-hweg(u), -hwega etwas, ein wenig. Nach Grimm III, 31 ist diese Form eine Entstellung aus hwsethwegu. (?) for-hwega um, herum (von einer Menge). tö- hwega etwas. B ITnabgeleitPte Partikeln. § 83. a) Präpositionen. for sehr, sehr viel; zu got. fatir, lat. pro, gr. ttqo. inn ein, hinein; zu as. in, nhd. ein-, got. inn, lat. in, gr. tv. mid ‘mit’, zusammen mit; zu got. mij>, gr. /jtret. of weg; zu got. af, idg. apo, gr. ano, skr. äpa, lat. ab. tö zu, allzu; zu gr. -de, lat. -do. (Kluge Wb.) J>urh, fierh ‘durch’, üp auf, hinauf; vgl. got. iup, ahd. üf, lat. s-ub, gr. vnö- üt hinaus. § 84. b) Konjunktionen. ac, ah aber, sondern etwa, wohlan, (g. ak. ahd. oh — lat. age, vgl. Idg. Forsch. 17, 458). ne, ni nicht, nü jetzt; zu got. as. nü, skr. nü, gr. vv, vvv\ lat. nun-c. swä so. Uber die Negationspartikel ne, ni nicht, vgl. Bezzenberger. Zu derselben gehören einige Zusammensetzungen wie nass nicht, nese, naese nein; nach Kluge-Lutz gleich ne-swä zum Gegenteil 3ese ja. § 85. c) Andere Partikeln. eac auch, denn, zu as. 6k, ahd. ouh, got. auk. Der Ur sprung ist ungewiß. Man bringt es mit got. aukan zusammen und mit idg. *au -f der emphatischen Partikel :!: ge, vgl. gr. avye. gea ‘ja’, ne. yea, zu got. ja, jai. Diese Bejahungspartikel ist nach Heyne ein von dem idg. Demonstrativpronomstamm ja gebildetes Neutrum, geo, (g)iu früher; zu got. ju, as. giu. swä,