25 die nicht sehr große Lücke nur wenig abgedrängt. Diese begrenzt nur etwa die Hälfte der oberen Kante, während sie die vordere nicht umfaßt. An der Ethmoidallücke entlang zeigt das Lacrymale in seiner oberen Hälfte und weiter hin bis zur Orbita einen Knochen wulst. Die Tränengruben sind ziemlich flach, nur nahe der Orbita steiler, greifen in das Jugale und das Maxillare nur wenig über und nehmen etwa die untere Hälfte des Lacrymale ein. Das Jugale ist sehr stark entwickelt. Der innerorbitale Teil ist etwas kleiner als der faciale und weist nur eine sehr kleine Knochenblase auf. Das ist für Rangifer Fr. charakteristisch und erklärt sich aus der allein bei dieser Gattung auftretenden Stellung der Molaren vor der Augenhöhle. Das Tränenbein von Elaphurus A. M.-E. ist ähnlich geformt. Die Ethmoidallücke ist wenig kleiner als das Lacrymale selbst. Sie faßt beinahe den ganzen oberen und vorderen Rand des Lacrymale ein und schrägt dieses vorne oben so scharf ab, daß es beinahe dreieckige Form erhält. Eines der Tränenlöcher befindet sich vor der Orbita, das andere auf dem Orbitalrande. Die Tränengruben sind ziemlich ausgedehnt, aber nur mitteltief und langgestreckt. An den Ethmoidallücken entlang bildet das Lacrymale einen ziem lich scharfen Knochenwulst. An diesem sind die Tränengruben am tiefsten, sonst flach. In das Maxillare und das Jugale, das außer ordentlich stark entwickelt und in eine Spitze ausgezogen ist, greifen sie nur wenig über. Der innerorbitale Teil ist fast ebenso groß wie der faciale. Die beiden letzten Gattungen der Unterfamilie der Cervinae sind: Cervus L. und Elaphus H. Sm. Erstere Gattung umfaßt fünf Untergattungen, vier indische bezw. indo-insulare und eine ameri kanische, letztere drei Untergattungen, eine europäisch-asiatisch nordamerikanische und zwei südamerikanische. In beiden Gattungen erreichen die Tränengruben den größten Umfang und die größte Tiefe unter allen Cervidae. Kennzeichnend für alle Untergattungen von Cervus L. ist es, daß das obere Drittel der Lacrymalia an der Ethmoidallücke, dem Frontale und der Orbita entlang nicht von den Tränengruben ein genommen wird, sondern vollkommen flach ist. Unterhalb dieses Streifens fallen die Tränengruben steil ab und greifen bei den meisten Arten weit auf die angrenzenden Knochen über. Hei der Gattung Elaphus H. Sm. bildet das Lacrymale dagegen an der Ethmoidallücke entlang einen nach innen aufgerollten Knochenwulst, ähnlich wie bei Dama Fr., und der kleine von der Tränengrube nicht eingenommene Teil des Lacrymale ist nicht flach, sondern ebenfalls gewölbt. Zu beiden Gattungen zählen mit Ausnahme der Untergattung Hyelaphus Sundev. nur stattliche oder große Arten. Die erste Gattung umfaßt folgende Untergattungen: Cervus L., Rusa H. Sm.,