8 gerade abfällt, stark ab. Im facialen Teile ist das Lacrymale bei jüngeren Tieren fast quadratisch und erreicht das Nasale nicht. Bei älteren berührt es das Nasale, doch ist wie bei Potamochoerus Gray der Unterschied in der Länge der oberen und der unteren Kante nicht so groß wie bei Sus L. und Porcula Hodgs 1847. Die Tränenlöcher befinden sich beide vor dem Orbitalrande. Den vier übrigen Gattungen der Suidae, Sus L., Porcula Hodgs., Potamochoerus Gray und Babirussa Frisch 1775 gemeinsam ist es, daß das Lacrymale das Nasale nicht erreicht. Bei Sus L. erlangt das Lacrymale seine größte Ausdehnung und wird sehr lang Die Crista zeigt höckerartige Bildung und verläuft fast parallel zur oberen Kante. Auf dem Orbitalrande befinden sich zwei Tränenlöcher. Der innerorbitale Teil ist wenig kleiner; die leistenartigen Erhebungen verlaufen schräg nach unten. Das Lacrymale von Porcula Hodgs. gleicht dem von Sus L. sehr, Es ist in eine lange Spitze ausgezogen und die obere Kante drei- bis viermal so lang wie die untere. Die Crista zieht sich nahe der unteren Kante des Lacrymale hin und ist zum Unter schiede von Sus L. halbmondförmig gebogen. Auf dem Orbital rande befinden sich zwei Tränenlöcher, deren unteres kleiner als das obere ist. Die Crista greift wenig ins Maxillare über. Auch Potamochoerus Gray hat zum Unterschiede von Sus L. und in Übereinstimmung mit Porcula Hodgs. eine bogenförmig ver laufende Lacrymalcrista, der unteren gebogenen Kante des Lacry male parallel, gleicht aber sonst wie Porcula Hodgs. im Baue des Tränenbeines der Gattung Sus L. Abweichendere Verhältnisse zeigt dagegen die altertümliche Form Babirussa Frisch. Bei dieser ist die Lacrymalcrista zu einem Höcker reduziert. Zwei Tränenlöcher befinden sich vor dem Orbital rande. Bei jungen Tieren ist das Lacrymale fast regelmäßig ge formt, bei alten die obere Kante bis dreimal so lang, wie die untere, dem Durchmesser der Orbita entsprechend. Die vordere Kante geht zunächst eine kurze Strecke nach oben und biegt dann recht winklig nach vorn um, sodaß sie im unteren Teile fast parallel zum Orbitalrande verläuft. Der innerorbitale Teil hat annähernd parallele Kanten und dehnt sich schräg nach unten aus. Fam. III. Hippopotamidae. Eine Sonderstellung, auch nach Form ihres Tränenbeines, nimmt die letzte Familie, die der Hippopotamidae, ein. Ich habe nur Schädel von Hippopotamus L. untersucht, von Choeropsis Leydy 1853 stand mir kein Material zur Verfügung. Doch ist bei der nahen Verwandtschaft beider Gattungen wohl anzunehmen, daß die Tränenbeine nicht sehr voneinander abweichen werden, wie es auch bei Tayassus Fischer und bei Olidosus Merriam der Fall ist.