4 Ordo III. Perissodactjisi. Wesentlich größer ist das Lacrymale in der dritten Ordnung, bei den Perissodactyla. Tränengruben und Ethmoidallücken fehlen auch hier, und das Lacrymale ist von ziemlich regelmäßiger Form. Charakteristisch ist die horizontale, gerade Naht, die das Lacrymale vom Jugale trennt, ferner der Umstand, daß Lacrymale und Jugale in die Gesichtsfläche gleich weit vorspringen, sodaß ihre vorderen Kanten eine ziemlich gerade, senkrechte Linie bilden. Das Lacrymale wird stets vom Maxillare, Frontale und Jugale, das sehr stark entwickelt ist, begrenzt. Das Nasale berührt es bei Equus L. und bei Rhinoceros L., nicht aber bei Tapirus L. Ebenso ist auch bei den erstgenannten beiden Gattungen der in der Orbita liegende Teil des Tränenbeins kleiner als der in der Gesichtsfläche, bei Tapirus Brisson 1762 umgekehrt wesentlich grösser. Auch der Bau des Lacrymale bestätigt so die nähere systematische Zusammen gehörigkeit der Equidae und Rhinocerotidae. Während aber bei den Equidae das Lacrymale im facialen Teile länger als hoch ist, ist es bei Rhinocerotidae umgekehrt. Farn. I. Equidae. Bei jungen Tieren der Gattung Equus L. hat es mehr qua dratische, bei älteren mehr länglich-rechteckige Formen. Die obere Kante steigt vom Orbitalrande aus zunächst senkrecht nach oben und verläuft dann rechtwinklig nach vorn. Der Orbitalrand ist scharf, hinter einem kleinen Orbitalhöcker ist innerhalb der Orbita ein trichterförmiges Tränenloch. Der Verlauf des Tränenkanals ist im Maxillare deutlich erkennbar. Equus L 1758. Spec.: E prze- walskii Poliakoff (juv.). Fam. II. Rhinocerotidae. Bei den Rhinocerotidae ist der innerorbitale Teil des Tränen beines noch wesentlich kleiner als bei den Equidae, auch der faciale Teil nicht sehr gross. Flower 1 ) bezeichnet ihn irrtümlich als' Rhinoceros L. 1766. *) Flower: „An introduction to the Osterlogy of Mammalia.“