33 worden sind. Die Kathodenstrahlenforschung hat den Anstoß gegeben. Das Atom ist auf dem Wege, ein idealisiertes Weltallchen zu werden. Eine unerschöpfliche Fundgrube für neue Erscheinungen und Gesetze tut sich auf. Daß man aber auch hier wieder' die ideale Mechanik kleiner Teilchen findet, wird uns nicht mehr überraschen. Wie aber steht es um die Drewssche Behauptung, die induktiv- naturwissenschaftliche Methode habe Lartmanns Philosophie erst dadurch ermöglicht, daß er den Begriff des Anbewußten gebildet habe? 2 Wenn Lartmann dadurch der Philosophie irgendwelche Induktion ermöglicht hat, so kann es nur seine Arsachen-Induktion sein. Etwas Ähnliches verwendet ja auch, wie wir gesehen haben, die Physik. Auch ihr wird dies Verfahren durch ein bestimmtes Etwas ermöglicht, nämlich durch die Fähigkeit der Idealisierung und der bewußtseinsimmanenten Spekulation, Fähigkeiten, die für das menschliche Denken charakteristisch sind. Doch sind die Er gebnisse dieser Fähigkeiten nicht transzendenter Natur, vielmehr ist es für jeden Fall mathematisch genau fixierbar, was mit diesen Idealisierungen eigentlich gesagt ist. Wie steht es dagegen mit dem Anbewußten? Es ist das etwas von dem uns in unserer Wirklichkeit Gegebenen absolut Ver schiedenes, es ist ja auch für Lartmann das oberste Prinzip. And dies soll eine induktiv-naturwissenschaftliche Methode erst ermöglichen, obgleich es selbst erst induktiv-naturwissenschaftlich hätte erschlossen werden müssen. Ich meine, der Zirkel ist deutlich genug. III. Hartmanns induktive Methode und die Transzendenz. A. Die induktive Methode und die erkenntnistheoretische Transzendenz. Erst drei Jahrzehnte, nachdem Lartmann jenes Motto auf das Titelblatt seines Erstlingswerkes sehte, hat er eine gründlichere Definition der Induktion in seiner Kategorienlehre, wie oben er- i In Gestalt der Elektronentheorie. * Siehe S. 5.