14 abends nicht höher als morgens. Frostdelirien hatte er nicht dabei, er fühlte sich auch nicht schlimmer als vorher. Arseniktropfen, die er jetzt als Medizin bekam, halfen ihm sehr gut. Denn die Beschwerden besserten sich derart, dass Bat. wieder 8 Tage lang die Schule besuchte. Dort sei es aber nicht gegangen, die Beschwerden seien auch wieder schlimmer geworden. Auf der einen Seite könne Pat. nicht liegen, er habe dann Schmerzen. Unsicherheit beim Greifen, Schwäche einer Körperseite hat Pat. nicht bemerkt. Pat. giebt auch selbst an, er habe Kopfschmerzen, die so in der Nacht kommen ; schildern könne er sie nicht; dabei werde ihm übel, aber nicht schwindelig. Die Kopf schmerzen sind so heftig, dass er laut schreien müsse; sie dauern aber nur ein paar Minuten. Bei Tage habe er sie auch schon gehabt, aber nicht so oft. Auf dem rechten Auge kann er nicht gut sehen. Das Hören gehe gut, er fühle sich sonst ganz gesund. Status : Pat. wird von der Mutter gebracht, ist 1,36 cm gross, wiegt 28 kg, Temperatur ist 36 0 C. Kindlich graciler Körperbau, schwache‘Muskulatur, gute Ernährung, Gesicht normal gerötet. Pat., der eben aus dem Bett ge bracht und auf den Stuhl gesetzt war, wird blass, klagt, er müsse sich übergeben, erbricht sofort eine reichliche Menge unverdauter Nahrung. Als er hingelegt wird, wird ihm sofort wieder wohl. Eine 2 Vs cm lange Narbe, verschieblich, nicht druck empfindlich, oberhalb der rechten Augenbraue; eine 1 cm lange, breite Narbe über der Mitte der Stirnhaargrenze. Eine deutlich umschriebene Stelle, etwa 2 Mai'kstück gross, 8 cm gerade oberhalb des rechten Ohrmuschelansatzes zeigt perkutorische Empfindlichkeit, sonst ist der Schädel auf Druck und Beklopfen nicht empfindlich. Der Klopfschall an der angegebenen Stelle ist vielleicht etwas dumpfer als an derselben Stelle links. Augenuntersuchung (Dr. Flatau) : Die linke Lidspalte ist etwas kleiner, leichte Ptosis L., Nystagmus horizontalis in der Ruhe schon, bei Augenbewegungen er-