25 lieh ist. Unter der Spitze der Patella, von ihr durch eine Furche getrennt, am Rande des unteren Endes der erwähnten Narbe fühlt man eine derbere scheibenförmige Resistenz, welche verschiebbar ist und mit der Patella in keinem Zu sammenhang steht. Bei Krümmung des Knies wird sie ebenfalls undeutlicher und durch Spannung der hg. patellae proprium fixiert. Im Gelenk selbst ist kein Erguß nachzu weisen, Beugung und Streckung sind in normalen Grenzen frei, jedoch ist die active Beugung durch auftretende Schmerzen etwas behindert. Der Umfang der Unterschenkel muskulatur ist rechts im Vergleich zu links etwas ver mindert, 32,5 : 33,5 cm, auch die Oberschenkelmuskulatur ist rechts etwas schwächer, 46 : 47,2 cm, 15 cm oberhalb der Patella gemessen. 8. VI. Operation in Ohloroformnarkose. Schnitt in der alten Narbe. In der Umgebung des hg. patell. propr. zeigt sich sehr derbes narbiges Gewebe, welches z. T. ex- cidiert wird. Das Gelenk wird an der Außenseite geöffnet. Es zeigt sich eine etwa 2 fingergliedlange Geschwulst (Zotteu- wucherung der Kapsel) welche excidiert wird. Einige Kat- gutnähte werden über den Stiel der Zotte gelegt Naht der Gelenkkapsel. Hautnaht. 12. VI. In den ersten Tagen nach der Operation tritt eine Temperatursteigerung bis 38,9° eiu. Die Wunde ist völlig reaktionslos. 17. VI. Die Nähte werden entfernt. Heilung per primam. 2. VII. Die Patientin, die bei der Aufnahme nur mit Hilfe eines Stockes nur hinkend ging, ist völlig beschwerde frei. Im Gelenk ist kein Erguß festzustellen. Active und passive Bewegungen sind völlig normal und werden be schwerdefrei ausgeführt. Die Patientin wird mit Zinkleim verband völlig geheilt entlassen. Was nun zum Schluß die Therapie betrifft, so ist für diese chronischen Fälle, bei denen durchgehend die nicht operativen Maßnahmen, wie Massage, Elektrizität, Bäder u. s. w. von keinem Erfolg begleitet sind, die chirurgische