38 I — Str. 168—7 3 der “Passion“mit dem schlicht-schönen Kehr reim “My sone is deid, fterfor full way is me“. Die ersten Strophen enthalten bloß zum Teil die Worte Marias. Soviel ich sehe, ist das Gedicht originell; nur an Mkl. des XXIII. Wakefield-Spieles zeigt es mehrere merkwürdige Anklänge. Ich vergleiche I 1256) O Deid . quhy hes J>ou done f>is wrang, To let me leif . . . Q XXIII,424 ff.) Alas, dede, thou dwellyst to lang! .... Now witterly thou wyrkys wrang .... (cf. auchV,52: O deef>, deej), J>ou dost me wrong) — und I i2Ö8)..Sweit sone, f>i cristall eyne ar dyme. Q XXIII,361 ff.) Alas ! thyn een as cristall clere .... ... all dym then ar thay dight. 1 ) Um irgendeinen Schluß auf eine Quelle von I zu ziehen, genügen diese Parallelen natürlich nicht. Es enthält i. a. nur eine unbedeutende Schilderung der Compassion und eine kurze Be schreibung, wie der Leichnam Christi im Einzelnen entstellt war. Solche Aufzählungen sind in italienischen Lauden beliebt (cf. it. XVII, XXIX, LI); für sie „waren vielleicht vorbildlich lateinische Hymnen, wie die dem h. Bernhard zugeschriebene Rythmica oratio ad unum quodlibet membrorum Christi patientis et a cruce pen- dentis“ (W. S. 41 zu it. XVII). — Zu Str. 137, der Apostrophe an das sündige Jerusalem, inspirierte Kennedy wohl das bekannte Wort Matth. XXIII,3 7 : Jerusalem, Jerusalem, quae occidis pro- phetas etc. K — Str. 147—56 der “Passion of Christ“, ist eine genaue Übersetzung des lateinischen Disputs Mariae mit dem Kreuz, wie Holthausen (zu lat. IV) zeigte ; es ist die genaueste Bearbeitung, die lat. IV in eirrt-r nationalen Litteratur erfahren hat. Kennedy be nutzte den Hymnus in einer Fassung, die nur Str. 1-—3 und 5 — 7 des uns überlieferten Textes bot. ’) Derselbe Zug auch bei Lydgate 2,7; EETS. OS. 24 S 22 V, 217 und sonst öfter,