13 schlaff die eck- und vorderen backenzähne, der Unterkiefer ist, ver glichen mit der Stellung beim %, etwas gesenkt. Daneben gibt es noch ein zweites offenes i, das ich mit t bezeichne. Es steht in unbetonten vor- und endsilben, wie in Itssi (lösen), biguy (begehen), p amy (pfennig). Es ist so offen, dass man versucht sein könnte, es als e aufzufassen. Doch scheint es mir dem i näher zu liegen. Es kommt auf Föhr nicht gleichmässig vor. In einigen ab lei tungssilben entspricht ihm im wehsdringischen ein e, z. b. aos. feriy (föhringisch) = ws. fer&n, aos. pamy (pfennig) = ws. p c aneri, aos. desi% (dumm, hässlich, unangenehm) = ws. rfeseg, aber sowol aos. als ws. bivisi (beweisen), höbi (hoffen). Nach der gewöhnlichen auffassung sind die hauptcharakteristica des y und y die Verengung und vorstülpung der lippen, d. h. die rundung der u-laute und die zungenstellung des l und i. Letzteres stimmt für die föhringische mundart jedoch nicht, vielmehr ist eine leichte Senkung der zunge aus den entsprechenden i-Stellungen zu constatieren, sowie eine ebenfalls nur geringe Verschiebung der articulationsstelle nach hinten. Auch ist die Zungenspitze etwas zurückgezogen, und die vorderzunge scheint durch eine leichte Senkung an der modification des klanges wesentlich beteiligt zu sein. Vom langen, geschlossenen y unterscheidet sich das kurze und offene y durch tiefere zungenstellung, geringe Zurückziehung der Zungen spitze und die schlaffere articulation. 2. Mit mittlerer zungenstellung. Die Stellung für das geschlossene e erhält man, wenn man die zunge etwas aus der l-Stellung senkt und die stelle der engenbildung etwas weiter nach hinten verlegt. Das geschlossene e wird mit ener gischer zungenarticulation gebildet und kommt nur als länge (e) vor. Die zunge ist, mit der t-Stellung verglichen, abgeflacht und liegt breit im munde. Die Zungenspitze legt sich an den unteren rand der unteren schneidezähne. Der Unterkiefer und die Unterlippe sind etwas gesenkt. Die mundwinkel werden nicht eingezogen. Dem langen geschlossenen e gegenüber wird das lange offene e be sonders durch die tiefere zungenstellung und die schlaffere Spannung der zungenmuskulatur in seinem klänge bedingt. Die Zungenspitze ist zurückgezogen und der kieferwinkel ein wenig größer als beim e. Dieses p könnte vielleicht als mittel bezeichnet werden. Viel offener ist das e, das vor dentalen consonantengruppen steht. In den präsens formen des verbums Icen (kennen) verteilen sich e und e in folgender weise: ik leqn, dy lernst, hi lclvi, vi, vut, jam, jat, jo k'pi.